Lions: Neue Leitung

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Michael Kirschte übergab seiner Nachfolgerin Susann Walthes die Lions-PräsidentschaftFoto: wb/ Frank Gerlinger

Susann Walthes übernimmt die Spitze

Norderstedt Mit Susann Walthes hat im Lions Club Norderstedt (NEO) erstmals eine Frau das Ehrenamt des Club-Präsidenten übernommen. Vor einigen Tagen überreichte ihr Ex-Präsident Michael Kirschte die Präsidentennadel und die Charterurkunde.
Seit zwölf Jahren ist Susann Walthes bereits beim Lions Club aktiv. Während eines Engagements als Choreographin auf der MS Deutschland, die bis zu ihrer Pleite als „Traumschiff“ im ZDF unterwegs war, knüpfte sie Kontakte zu Mitgliedern des Lions Club. Als auf dem Kreuzfahrtschiff schließlich der Lions Club MS Deutschland gegründet wurde, begann ihre Mitgliedschaft.
Mit ihrem Lebenspartner zog Susann Walthes 2011 nach Norderstedt. Nun leitet sie ein Jahr lang den jüngsten der drei Norderstedter Lions Clubs. In Anlehnung an die Charta der Vielfalt der Lions stellt die Präsidentin ihre Amtszeit unter das Motto „Vielfalt-Offenheit-Werte“. „Vielfalt bedeutet auch, dass wir die Augen nicht verschließen vor dem was passiert in der Welt. Man betrachte nur die aktuelle Flüchtlingssituation. Wir als Club wollen auch Flüchtlinge einladen und Kontakte herstellen, damit sie sich hier wohl fühlen können. Wir können auch Zeit spenden oder Rechtsbeistand geben“, sagt die neue Präsidentin, die von 1987 bis 1989 ein Studium an der staatlichen Ballettschule Berlin absolvierte, und führt fort: „Man kann den Flüchtlingen nicht etwas überstülpen, das sie gar nicht wollen. Wir sollten ihnen ihre Identität lassen und sie so akzeptieren, wie sie sind, auch wenn natürlich jeder Mensch die Gesetze zu beachten hat.“
Das Motto der Vielfalt und Offenheit spiegelt sich auch bei den NEOs wider. „Wir haben im Verein einen guten Mix in Bezug auf Alter, Herkunft oder Beruf. Andere Lions Clubs sind da sehr elitär“, so Susann Walthes, die mittlerweile als Fachfrau für Ernährungs- und Gewichtsmanagement in Norderstedt beruflich tätig ist. Berührungsängste und die Angst vor Fremdem habe sie während ihrer Engagements als Balletttänzerin unter anderem in Singapur und als Choreographin auf verschiedenen Kreuzfahrtschiffen verloren. „Ich finde es wichtig, sich zu überwinden und die Welt kennenzulernen und sich weiterzuentwickeln“, so die Weltenbummlerin. (ut)
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