Mehr Raser durch neuen Schilder-Standort?

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Kerstin Detlef hält nichts vom neuen Standort Foto: rj

Bürgermeister-Vize sieht Gefahr durch höheres Tempo auf Kreisstraße 49

Winsen. Der Streit um den Standort von Winsens Ortsschild (wir berichteten) hält an. Kerstin Detlef, stellvertretende Bürgermeisterin von Winsen, ist besorgt. „Ich warte nur darauf, bis es hier mal richtig kracht“, sagt sie. „Vor einigen Tagen wurde ich Zeugin, als ein Autofahrer mit vollem Tempo in die Kurve ging und zum Überholvorgang ansetzte. Der Wagen war bestimmt schneller als 90 Stundenkilometer unterwegs.“
Seit die Kreisaufsichtsbehörde das Schild um 150 Meter in Richtung Ortseingang versetzt hat, fahren viele Autofahrer auf diesem Stück der Kreisstraße 49, wo nun statt Tempo 50 jetzt Tempo 70 erlaubt ist, viel zu schnell, so der Eindruck vieler Beobachter.
Zwar hatte Winsens Bürgermeister Kurt Bonekamp-Adelmann bei der Verkehrsaufsicht des Kreises noch einmal schriftlich die Umsetzung des Ortsschildes beantragt. Doch viel Hoffnung, dass sich etwas ändert, haben die Winsener nicht. „Wir rechnen mit der Ablehnung“, sagt Kerstin Detlef. Damit steht fest: Das Ortsschild muss dort, wo es jetzt ist, stehen bleiben oder die Gemeinde macht sich strafbar. „Sonst könnte das ein Fall für den Staatsanwalt werden“, sagt Gernot Schramm, Pressesprecher der Landrätin.
„Wir werden nicht klein beigeben“, sagt Kerstin Detlef kämpferisch. „Wir planen eine öffentliche Petition beim Landtag und werden uns darüber mit einem Anwalt beraten. „Der nächste Schritt könnte der Gang zum Verwaltungsgericht sein.“ (rj)
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