Mehr Wertstoff ab 2014

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Fachbereichsleiter Werner Kurzewitz demonstriert, welche Wertstoffe aus Kunststoff und Altmetall künftig über den gelben Sack oder die gelbe Tonne entsorgt werden sollenFoto: Fuchs

Nicht nur Verpackung kommt künftig in gelbe Tonne oder Sack

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt. Als landesweit erste Kommune führt Norderstedt ab 2014 die Wertstoff-Tonne ein. Die Bürger können künftig auch Spielzeug, Wannen, Eimer, Einwegrasierer, Schaufeln, Siebe, Zahnbürsten oder Kleiderbügel mit den gelben Säcken oder in der gelben Tonne entsorgen. Bereits jetzt werden darin Joghurtbecher, Getränkekartons und Konservendosen entsorgt. Mit der Einführung der Wertstoff-Tonne soll die Restmüllentsorgung entlastet werden. „Wir sparen dadurch mindestens 50.000 Euro im Jahr“, Werner Kurzewitz, der zuständige Fachbereichsleiter.
Hintergrund ist die Müllanalyse, die Hamburger Studenten im Auftrag des Betriebsamtes im April durch Stichproben in den Norderstedter Mülleimern erstellten. Demnach sind etwa zehn Prozent des Hausmülls Kunststoffe und 1,6 Prozent Metalle. Das seien 1180 Tonnen Kunststoff und 190 Tonnen Metall im Jahr, rechnet Kurzewitz vor. „Die Verbrennung ist aber viel teurer, als diese Dinge mit den gelben Mülltonnen oder gelben Säcken zu entsorgen.“ So koste die Verbrennung jeder einzelnen Tonne Hausmüll 133 Euro. Neben dem ökonomischen Vorteil diene die Extra-Entsorgung von Kunststoffen und Altmetallen auch der Nachhaltigkeit, betont der Fachbereichsleiter.
„Das schont die natürlichen Ressourcen und schützt die Umwelt.“
Ohnehin schreibe das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz vor, dass von 2015 an bundesweit alle Wertstoffe aus dem Hausmüll herausgetrennt und eigens entsorgt werden müssen. „Wir sind uns mit den Entsorgungsfirmen des dualen Systems einig, dies über die gelben Säcke und gelben Tonnen zu entsorgen.“
Kurzewitz geht davon aus, dass dies kostenneutral für die Stadt geschieht. Das gilt auch für die Norderstedter Privathaushalte. Die Gebühren würden dadurch nicht erhöht, versichert der stellvertretende Leiter des Betriebsamtes. Die Entsorgung wird wie bisher im zweiwöchentlichen Rhythmus erfolgen. Vorteilhaft sei auch, dass auf diese Weise nicht noch eine fünfte Hausmülltonne eingeführt wird. (bf)
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