Nach Absage: Diskussion über Norderstedter Stadtfest

Anzeige
Das Norderstedter Stadtfest, das drei Tage lang bis zu 100.000 Besucher im August anlockte, fiel dieses Jahr erstmals aus Foto: Fuchs
 
Messeveranstalter Oliver Hauschildt: Die Norderstedter müssen sich von dem Stadtfest wieder angesprochen fühlen Foto: Fuchs

Diverse Konzepte für nächstes Jahr liegen der Verwaltung vor

Norderstedt Nachdem das Norderstedter Stadtfest „Boulevard der Kulturen“, das lange nur „Spektakulum“ hieß, nach 20 Jahren wenige Tage vor Beginn Mitte August abgesagt (wie berichtet) wurde, beginnen nun die Diskussionen, wie es weitergehen soll. Die Verwaltung wolle das Fest auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder stattfinden lassen, betont Stadtsprecher Hauke Borchardt. „Bis Weihnachten wird das Thema erledigt sein.“ So gehe es jetzt vor allem darum, wer künftig das Stadtfest rund um Rathaus, ZOB und U-Bahn in Norderstedt-Mitte organisiert. „Sieben Angebote von Agenturen, die das Stadtfest für uns organisieren wollen, liegen bereits vor“, sagt Stadtsprecher Borchardt. Die Stadt habe also eine gute Auswahl und die Konzepte der Interessenten seien auch unterschiedlich.Viele Jahre hatte die Stadt dafür die Agentur Deltacom beauftragt, deren früherer Geschäftsführer Rajas Thiele inzwischen die Mehrzwecksäle GmbH mit der TriBühne leitet. Dann übernahm die Agentur EPM aus Bad Oldesloe die Organisation, die dann auch den sperrigen neuen Namen mit dem Kultur-Boulevard erfand, sich aber in diesem Jahr komplett mit der Verwaltung überwarf.

Norderstedter Stadtfest abgesagt


Alle möglichen Termine und Fristen seien nicht eingehalten worden, darum habe die Verwaltung kurzfristig das Spektakel absagen müssen, hieß es kurz und knapp und reichlich angesäuert aus dem Rathaus. „Wir hatten unterschiedliche Vorstellungen“, sagt Stadtsprecher Borchardt dazu nur noch. Der Vertrag mit EPM lief jetzt aus und sollte ohnehin nicht verlängert werden. Die Norderstedter SPD-Landtagsabgeordnete Katrin Fedrowitz hat jetzt die Organisatoren der Automesse, Oliver Hauschildt und Thomas Will, ins Gespräch gebracht. „Die machen es doch gut und sind erfahren mit solchen Veranstaltungen“, sagte sie am Rande eines Pressetermins. Hauschildt möchte sich konkret noch nicht dazu äußern, ob er sich um diese Organisation bewerben würde. Er bedauere sehr, dass das Stadtfest ausgefallen sei, sagt er und betont: „Wir brauchen einen völlig neuen Ansatz für das Fest, damit es die Menschen wieder miteinander ins Gespräch bringt.“ Das habe zuletzt gefehlt. „Es fehlte die Bindung zur Stadt“, stellte Hausschild klar. Die Stadt müsse sich aber inhaltlich in dem Fest wiederfinden, auch vom kulinarischen Angebot her. „Die Norderstedter müssen sich wieder angesprochen fühlen.“
Zunächst solle jetzt mit den politischen Gremien die weitere Vorgehensweise und eine Art Grundkonzept diskutiert werden, kündigt Borchardt an. Dann wäre die Frage zu klären, ob die Stadt die Organisation ausschreibt oder direkt einen Bewerber damit beauftragt, so Borchardt weiter. Klar sei aber, dass die Stadt dabei kein Geld zusetzen wolle. „Bisher haben die Stadtfeste der Stadt Geld eingebracht, weil sie Gebühren für die Nutzung der Flächen dafür erhoben hat“, erklärt Borchardt. Daran soll sich auch in Zukunft aus Sicht der Verwaltung nichts ändern. „Es hat bisher auch keine Zuschüsse von Seiten der Stadt für das Bühnenprogramm gegeben.“

Lesen Sie auch: Norderstedter Stadtfest fällt aus
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige