Nachhaltige Energie

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Quickborns Werkleiter Panos Memetzidis neben dem Miniblockheizkraftwerk, einer der erneuerbaren Energiequellen Foto: bf

Stadtwerke entwickeln Öko-Produkte

Quickborn. Die Stadtwerke bereiten sich gezielt auf die Energiewende vor. „Die Leute gehen immer mehr in Richtung regenerative Energieformen“, sagt Werkleiter Panos Memetzidis. „Da wollen wir dabei sein.“
Dafür haben die Stadtwerke einen Studenten der Technischen Universität Clausthal-Zellerfeld beauftragt zu untersuchen, welche Einsatzmöglichkeiten erneuerbare Energien in einer Stadt wie Quickborn hätten und wie die Stadtwerke darauf reagieren sollten. Dabei kommt der Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass das kommunale Unternehmen seinen 20.000 Strom- und Gaskunden maßgeschneiderte Produkte anbieten und ihnen den Zugang zu Solarstrom, Mini-Blockheizkraftwerken und elektrischen Speichern erleichtern sollte, indem sie diese Geräte neben dem Strom- und Gastarif mit einem festen Betrag abzahlen können.„Diese theoretischen Erkenntnisse müssen wir jetzt in die Praxis umsetzen“, sagt Memetzidis. Als nächstes würden die Stadtwerke eine Kundenbefragung durchführen, um konkrete Produkte für die Zukunft zu entwickeln. „Wir müssen wissen, was der Kunde will.“ Wichtige Voraussetzung für einen effizienteren Energieverbrauch ist mehr Information. Mit Hilfe der modernen Smartmeter-Geräte, die demnächst die analogen Stromzähler ablösen werden, kann der Energieverbrauch eines jeden Kunden genau erfasst werden. Bei der Auswertung dieser Daten spiele die neue Glasfasertechnik eine mitentscheidende Rolle, mit der die Stadtwerke über ihre Tochter tel.quick zurzeit ganz Quickborn ausrüsten, erklärt der Werkleiter.
Die Stadtwerke erhielten dadurch jederzeit einen genauen Überblick darüber, wann, wo und wie viel Energie im Stadtgebiet verbraucht wird, und so ihren Energieeinkauf und -einsatz danach ausrichten.
„Die Aufgaben des Energieversorgers ändern sich“, prophezeit Memetzidis. „Es geht weg vom reinen Energielieferanten hin zum Dienstleister und Energiesteuerer im Haus des Kunden.“ Wenn dieser bereit sei, in die notwendige Technik zu investieren und längerfristige Verträge einzugehen, könnte er ohne größere eigene Investitionen seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
„Wir wollen unsere Kunden gezielt beraten, wie sie Energie und Kosten sparen können, und ihnen die passenden Konzepte anbieten“, kündigt Memetzidis an. Die ersten Produkte sollen Mitte 2014 auf den Markt kommen. Auch die Bürger in Hasloh und Bönningstedt sollen davon profitieren, die die Stadtwerke Quickborn künftig ebenfalls mit Strom und Gas beliefern wollen. (bf)
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