Nepal-Helfer suchen Spender

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Nachdem im April 2015 in Nepal die Erde bebte, wurden zahlreiche Häuser zerstört. Nun beginnt der Wiederaufbau. Viele Projekte werden durch Spenden ermöglicht Repro: ut

Norderstedter unterstützen Schulprojekte in der Erdbebenregion

Von Ulrich Thiele
Norderstedt
Sechs Monate nach der verheerenden Erdbebenkatastrophe in Nepal ist Günter Sprenger, Vorsitzender des Norderstedter Vereins „Chance for Life Nepal“, weiterhin auf der Suche nach Spendern, die sein Hilfsprojekt unterstützen Mit seinem Verein möchte er den Wiederaufbau von Schulen in dem Land unterstützen. Gemeinsam mit seiner Frau Meena Sprenger und ihrer gemeinsamen Tochter bereiste der Norderstedter im August das südasiatische Land, um den Zustand der von seinem Verein geförderten Schulprojekte im Distrikt Sindhupalchok zu begutachten. Die Unterstützung hat sich als lohnend erwiesen. Das Projekt zum Aufbau von Behelfsschulen in Bhotenamlang ist mittlerweile erfolgreich abgeschlossen. Doch die beiden Dörfer Attarpur und Thulo Dhading und ihre Umgebung sind noch immer von Zerstörung gezeichnet, sagen sie.

Viele Nepalesen sind traumatisiert


„Die momentane Lage ist sehr schlecht und Wissenschaftler sagen schon die nächste Katastrophe voraus“, sagt Meena Sprenger. „Aber wir müssen trotzdem weitermachen, allein für die Kinder. Die haben am meisten unter der Situation zu leiden.“ Die Norderstedter haben viele Freunde und Verwandte in der Region, wo im April dieses Jahres die Erde so stark bebte, dass Häuser zusammenbrachen, Menschen verschüttet oder verletzt worden. Insgesamt 7.200 Menschen verloren ihr Leben. Auch jetzt ist die Lage kritisch. Mit dem Rückgang des Tourismus ist die zweitwichtigste Einnahmequelle des Landes eingebrochen, viele der Tempel, die zum Unesco-Weltkulturerbe gehören, sind eingestürzt, die Blockade des großen Nachbarn Indien schneidet das Land von der Versorgung ab, Straßen und Häuser sind zerstört und über sieben Millionen Menschen obdachlos. Zudem erschweren tägliche Nachbeben noch immer den Wiederaufbau der zerstörten Städte und Dörfer. „Die Menschen sind fertig und seelisch traumatisiert. Über das Erdbeben darf man gar nicht reden, das Thema wird sofort abgeblockt“, erzählt Günter Sprenger.
Obwohl die Orte, in denen er mithilft Schulen neu zu errichten, nur 120 Kilometer östlich von der Hauptstadt Kathmandu entfernt liegen, benötigt man über fünf Stunden mit dem Geländewagen, um dorthin zu gelangen. Der Weg ist gefährlich: Die Straßen haben Risse und etliche Hänge des gebirgigen Terrains sind abgerutscht. Gemeinsam mit der Partnerorganisation „Hoste Hainse“ hat „Chance for Life Nepal“ nun ein Projekt in Attarpur und Thulo Dhading gestartet, das auch durch die Unterstützung der Teppichknüpferei Arbeitsplätze vor Ort schaffen will, um den Bewohnern finanzielle Unabhängigkeit zu ermöglichen. Die erste Bauphase des Schulprojektes, das als erdbebensicheres und umweltfreundliches Musterbeispiel konzipiert ist, soll im April 2016 abgeschlossen sein.

Weitere Infos: chance-for-life-nepal.de
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