Neu: Wohnen in Aspelohe

Anzeige
Auf der ehemaligen Tennis- und Fußballanlage sollen, wie die Animation zeigt, Ein- und Mehrfamilienhäuser entstehen

Stadt plant Quartier mit 95 Einheiten. Anwohner sehen das kritisch

Von Claudia Blume
Norderstedt. Die Aspelohe in Garstedt bekommt ein neues Gesicht. Auf dem Gelände des stillgelegten Sportparks soll ein zukunftsweisendes Wohnquartier mit Eigentums- und Mietobjekten entstehen.
Geplant sind 95 Wohneinheiten, davon 60 in sechs Mehrfamilienhäusern. Etwa ein Drittel der Wohnungen sind sozial gefördert. Hinzu kommen 31 Reihen- und zwei Doppelhäuser, darüber hinaus eine Tiefgarage und ein Gemeinschaftsstellplatz sowie eine große Freifläche als Quartiersmittelpunkt.

Lange Gespräche

„Wir haben es hier nicht mit einer alltäglichen Fläche zu tun, denn wir wandeln ein Gewerbegebiet zum Wohnquartier um“, sagte Thomas Röll vom Amt für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr. „Die Stadt Norderstedt hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Gewerbe sichert Arbeitsplätze, doch der Bedarf nach Wohnraum ist hoch.“
Seit sechs Jahren laufen bereits die Gespräche mit dem Eigentümer, der die marode und unrentable Tennis- und Fußballanlage abreißen will. In der Grundschule Gottfried-Keller-Straße konnten sich Anwohner und Interessierte nun bei der öffentlichen Vorstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes informieren. Rund 100 Besucher waren gekommen, darunter Elke Töpfer. Die Garstedterin ist schlichtweg entsetzt und sauer. Sie wohnt im Brahmsweg, ihre Hecke markiert die Grenze zum Neubaugebiet. „Was hier geplant wird, ist eine Frechheit. Erst hieß es, es soll nur zweigeschossig gebaut werden, jetzt sind es sogar bis zu drei Geschosse plus Staffelgeschoss. Die bauen uns einen Klotz Reihenhäuser direkt vor die Nase, der uns viel Licht nimmt.“
Auch Nachbarin Heike Kuhlmann stört sich sehr an den geplanten Gebäuden, denn sie würden den Wert ihres Grundstückes erheblich mindern. Thomas Röll von der Bauleitplanung Garstedt beschwichtigt: „Sinn der frühzeitigen Bürgerbeteiligung ist, dass Anregungen und Wünsche aufgenommen und Planungen gegebenenfalls überarbeitet werden. Auch die Stadtplaner empfanden die Bebauung im nördlichen Teil als zu eng und haben dort bereits aus einem Reihenhaus zwei Doppelhäuser gemacht.“
Sorgen machen sich die Anwohner auch mit Blick auf den Autoverkehr in der Aspelohe. Ein Kreisverkehr müsse her, damit überlange Lkw sich nicht mehr ständig festfahren. Zudem sollten Anwohnerparkplätze ausgewiesen werden, da die wenigen Stellflächen ständig von Fremdparkern aus umliegenden Büros und Betrieben blockiert würden. Auch ein Kinderspielplatz und ein Bolzplatz wurden angeregt – „wir haben noch Potenzial im Quartier“, so Röll, der sich eifrig Notizen machte und versicherte, dass das Gros der bestehenden Bäume erhalten bleiben wird.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige