Neue Berliner Allee?

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Ab Garstedter Feldweg heißt dieser Straßenzug Kohfurth. Die Nummer 1 könnte bald zur Berliner Allee gehören Foto: now

Protest gegen Umbenennung Kohfurth

Norderstedt. Mit der eigenen Internetseite kohfurth.de werben Rita und Rymund Greene für Unterschriften zum Erhalt ihres Straßennamens. Über 600 haben sie schon zusammen, sind von Tür zu Tür, von Treppenhaus zu Treppenhaus gegangen.
Der südliche Teil der Kohfurth soll umbenannt werden, wer das Thema angestoßen hat, ist allerdings unklar. „Die Verwaltung wird von sich aus den Punkt ‚Umbenennung Kohfurth‘ nicht auf die Tagesordnung setzen. Die geschieht nur auf Wunsch der Fraktionen, die den Vorschlag in die interfraktionelle Arbeitsgruppe eingebracht haben“, sagt Stadtrat Thomas Bosse. Doch die Politiker von FDP und SPD haben bereits abgewunken. Von ihnen sei so ein Vorschlag nicht gekommen. „Die SPD-Fraktion wird einer Umbenennung nicht zustimmen“, sagt Fraktionsvorsitzender Jürgen Lange. Seit in der letzten Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschusssitzung über die Vergabe des Straßennamens gesprochen wurde, schlagen die Wellen hoch. Im Protokoll ist nachzulesen, dass die Beschlussvorlage für eine mögliche öffentliche Sitzung am 15. Mai oder
5. Juni in der Aula der Horst-Embacher-Schule so lauten soll: „Der Ausschuss beschließt, dem Straßenzug im Bereich Ende ‚Berliner Allee‘ bis zum Kreisel, noch Kohfurth, den Straßennamen Berliner Allee zu geben.“ Jürgen Lange ist empört von der Diskussion über eine Umbenennung. Er sagt: „2008 gab es dazu einen Meinungsaustausch. Durch den Bau des Kreisels wurde die Straße jedoch nicht geteilt und es gibt keine Begründung mehr für eine Umbenennung.“
Stadtrat Bosse zählt auf, welche Argumente im Februar 2014 in der interfraktionellen Arbeitsgruppe für eine Umbenennung genannt wurden: Das städtebauliche Bild im südlichen Teil entspräche dem der Berliner Allee mit der mehrgeschossigen Wohnbebauung. Durch den Bau des Kreisels zu Beginn der Horst-Embacher-Allee würde der nördliche Teil mit Einzelhausbebauung abgehängt werden. Dem entgegen stünde der Verlust des historischen Namens und eine Belastung durch die Umadressierung.
„Die Arbeitsergebnisse müssen selbstverständlich im öffentlichen Ausschuss beraten und beschlossen werden. Es war allen Beteiligten im Vorwege klar, dass es Diskussionen geben kann“, so Bosse. (now)
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