Neues Schulzentrum Süd geplant

Anzeige
Das alte Gebäude des Schul-zentrums Süd Foto: blu

Norderstedter Fraktionen einigen sich auf Antrag zur Schulentwicklungsplanung. Ab 2016 erst Neubau, dann Abriss

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt. Rund 40 Millionen Euro will die Stadt in den Neubau des Schulzentrum Süds im Ortsteil Glashütte investieren. Alle Fraktionen einigten sich auf einen gemeinsamen Antrag zur Schulentwicklungsplanung in Norderstedt.
Auf dem Gelände der Sportplätze des bisherigen Schulzentrums soll ein neues Gebäude errichtet werden. Dort werden dann das G-9-Gymnasium Lise-Meitner, wie bisher das Jugendzentrum Atrium und eine neue formierte Gemeinschaftsschule untergebracht sein. Die bisherige Schulen Ossenmoorpark und Horst-Embacher-Schule sollen bereits zum Schuljahr 2015/16 zu einer Gemeinschaftsschule verbunden werden, zunächst aber an zwei getrennten Standorten weiterarbeiten.

Zustimmung im Ausschuss gilt als sicher

„Frühestens 2016 kann mit der Bauplanung für das neue Schulzentrum begonnen werden“, sagt Sozialdezernentin Anette Reinders. Erst wenn der neue Bau steht, soll der marode Altbau abgerissen werden. Die Fraktionen von CDU, SPD, Bündnis 90 die Grünen, FDP, Die Linke und WiN einigten sich auch auf den vierzügigen Ausbau der Gemeinschaftsschule Harksheide. Die Zustimmung in der Ausschusssitzung für Schule und Sport am Mittwoch, 3. Dezember, gilt als sicher, da alle Fraktionen sich einig sind, was alle stolz macht. „Es ist ein echter Kompromiss, alle waren bereit, aufeinander zuzugehen“, stellt Katrin Fedrowitz, Vorsitzende SPD Norderstedt, fest.

Zum Hintergrund: Die Stadt hatte die Beratungsfirma Steria Mummert consulting GmbH beauftragt, die derzeitige Lage der weiterführenden Schulen zu analysieren und auch aufgrund der zu erwartenden demografischen Entwicklung, Szenarien zu entwickeln, wie die Schullandschaft in Zukunft aussehen kann. Die Berater besuchten alle Einrichtungen, führten Gespräche mit Schulleitung, Lehrern, Schülern und Eltern und präsentierten im Sommer 2014 mehrere mögliche Perspektiven. Dabei stieß vor allem die Aufgabe der kleinen Horst-Embacher-Schule am Aurikelstieg auf Widerstand.

„Mit unserem Kompromiss erhalten wir die besondere Leistungsfähigkeit einschließlich der Flexklassen“, sagt FDP-Fraktions-Chef Klaus-Peter Schröder, der froh darüber ist. Auch Ruth Weidler, Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes sagt: „Ich bin froh, dass wir eine Lösung für die Horst-Embacher-Schule haben.“
Beide Gemeinschaftsschulen können sich jetzt in die Planung des Neubaus einbringen. Der Wehrmutstropen für die anderen Schulen in Norderstedt: Der Neubau Süd und die nötige Erweiterung der Gemeinschaftsschule Harksheide haben Vorrang vor anderen Sanierungsmaßnahmen. Allerdings wurde die Verwaltung beauftragt, neben den Kostenschätzungen und einer Zeitplanung für die Neubauten zum Haushalt 2016/17 auch den Sanierungsbedarf für die übrigen Schulen zu ermitteln. Bis Ende 2015 soll auch hierfür eine Zeit- und Finanzierungsplanung vorliegen.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige