Norderstedt: Auf dem Weg zum Rathaus 2.0

Anzeige
Norbert Weißenfels, Amtsleiter für elektronische Datenverarbeitung, am Bürgerterminal Foto: blu
Norderstedt Den Personalausweis vom Sofa aus verlängern, den verlorenen Turnbeutel des Nachwuchses online, zwischen Herd und Esstisch, suchen oder sich nach einem Umzug auf dem neuen Heimweg per Smartphone ummelden – für einige Dienstleistungen können sich Norderstedts Bürger den Gang zum Rathaus sparen. Zwei Jahre war die Stadt im Auftrag des Bundesinnenministeriums eine von bundesweit acht Modellkommunen für E-Government. Ziel: Verwaltung effektiver, schneller und bürgerfreundlicher machen – kürzere Wartezeiten, weniger Papierkram.

Nutzer für E-Variante begeistern


„Bei uns klappt das schon ganz gut, allerdings müssen wir unser Angebot deutlich bekannter machen“, sagt Norbert Weißenfels, Leiter des Amtes für elektronische Datenverarbeitung. Bisher nutzen nur bis zu zehn Prozent aller Antragsteller die E-Variante. Dabei ist es recht praktisch, einen Termin beim Einwohnermeldeamt online zu reservieren und die exakte Wartezeit zu erfahren, um nicht unnötig Zeit absitzen zu müssen. Meldebestätigungen, Umzugsanmeldungen, Anforderungen von Führungszeugnissen oder Übermittlungssperren der eigenen Adresse für Werbezwecke können bequem per Internet beantragt werden – ein eigens eingerichtetes Bürgerkonto verwaltet entsprechende Daten, die per PIN geschützt sind. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, ein Terminal im Eingangsbereich des Amtes zu nutzen und bei Bedarf per Lesegerät nötige Daten aus dem maschinenlesbaren Personalausweis zu übermitteln. Anfallende Gebühren können per Kreditkarte oder per Giropay bezahlt werden. Kostenlos sind dagegen ein virtuelles Fundbüro sowie die Sperrmüll-Anzeige.

Schub durch Wahlen


Einen großen Schub verspricht sich Norbert Weißenfels von den anstehenden Landtags- und Bundestagswahlen, denn auch Briefwahlunterlagen können bequem online angefordert werden. Für die Bürgermeisterwahl im vergangenen Jahr nutzten immerhin schon 2000 Wähler diesen Service. In Planung sei noch bis Ende 2017, Kita-Anmeldungen digital zu ermöglichen. Zudem sollen alle Norderstedter Schulen mit WLAN, mobilen Unterrichtsangeboten und Lernsoftware ausgestattet werden. Eine Grund- und zwei bis drei weiterführende Schulen werden in einer einjährigen Pilotphase begleitet – die Wahl steht noch nicht fest. (blu)

Weitere Infos: Das Bürgerservice-Portal von Norderstedt
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige