Norderstedt schafft Ort der Zuflucht

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Die Bewohner versuchten sich bei Spielen auf dem Gelände Foto: Blume

Stadt eröffnet neue Unterkunft für 100 Menschen mit einem Fest

Von Claudia Blume
Norderstedt
Frauen tragen farbenprächtige Gewänder, arabische Musik schallt aus Lautsprechern, es wird getanzt. Tische biegen sich unter kulinarischen Leckereien aus allen Ländern. Mit einem bunten Nachbarschaftsfest wurde die Asylbewerberunterkunft „Oadby-and-Wigston-Straße Nord“ offiziell eröffnet. „Vor einem Jahr waren wir verzweifelt auf der Suche nach Unterkünften für geflüchtete Menschen, heute können wir die Eröffnung einer Vorzeige-Einrichtung feiern“, freute sich Norderstedts Sozialdezernentin Anette Reinders. Die Entwicklungsgesellschaft Norderstedt (EgNo) hatte das seit zehn Jahren leer stehende Bürogebäude in der nördlichen Oadby-and-Wigston-Straße im Herbst 2015 gekauft und in acht Monaten umgebaut. Auf drei Ebenen teilen sich jeweils zwei großzügige Wohneinheiten mit bis zu drei Betten eine Gemeinschaftsküche sowie ein Bad und bieten Platz für rund 100 Personen. Derzeit leben in der Unterkunft 86 Menschen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak, darunter vorwiegend Familien mit Kindern. „Reinigungsdienste und die Pflege der Grünanlagen werden von den Bewohnern übernommen. Hierdurch entsteht eine größere Bindung und Verantwortung als nur mit der Überlassung von Wohnräumen“, betonte Marc-Mario Bertermann, Geschäftsführer der EgNo. An acht Standorten hat die Stadt rund 900 Plätze für Asylbewerber geschaffen. „Bisher haben 1.300 Menschen bei uns Zuflucht gefunden, bis Jahresende erwarten wir nochmals 200 Personen“, sagte Anette Reinders, „unser erfolgreiches Konzept der dezentralen Unterbringung werden wir weiter verfolgen.“ So entstehen beispielsweise in der Segeberger Chaussee ein neues Gebäude sowie in der Ulzburger Straße gegenüber des Rechenzentrums neue Jugendwohnungen.
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