Norderstedter Kinder und Jugendbeirat sucht Kandidaten

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Areti Bouras mit dem Kandidaten-Flyer im Büro des KJB im Bunker an der Rathausallee. Hier treffen sich die Arbeitskreise für ihre Besprechungen Foto: Nowatzky

Junge Menschen gestalten Angebote für Jugendliche

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt
Zwei Jahre ist Areti Bouras im Kinder und Jugendbeirat (KJB) Norderstedt und es dürfen gerne noch mehr werden. „Man nimmt so viel mit und kann viel selbst gestalten“, ist ihr Fazit vor der Wahl zum 7. KJB in der Stadt. Ab sofort können sich die Kandidaten für die maximal 21 Plätze im politischen Gremium für die etwa 14.000 Kinder und Jugendlichen in Norderstedt bewerben. Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren dürfen sich zur Wahl aufstellen lassen, mindestens ab 18. Februar 2016 müssen sie dafür in Norderstedt gemeldet sein. Der jetzige Vorstand will weitermachen, wird aber wahrscheinlich aussteigen, sobald die neuen Mitglieder sich sicher fühlen. „Die meisten studieren dann und haben vermutlich nicht mehr die Zeit dazu“, sagt Areti Bouras. 2014 stellten sich 19 Kandidaten zur Wahl, inzwischen sind noch 15 von ihnen aktiv im Gremium dabei. „Wir treffen uns immer freitags in der ganzen Runde und zusätzlich ist jeder in mindestens einem Arbeitskreis aktiv“, erzählt Bouras. Die 19-jährige paukt wie mehrere ihrer Mitstreiter gerade für das Abitur, trotzdem will sie wieder kandidieren. „Das hat nichts mit verstaubter Kommunalpolitik zu tun“, sagt sie. Statt dessen geht es für die Jugendlichen meist um Aktionen für die Jugendlichen der Stadt.
Neu ist seit vorigem Jahr der Bunkerabend, eine Konzertbühne für Norderstedter Nachwuchsmusiker mit festem Programm und der Chance, die eigene Musik zu präsentieren. „Das wollen wir noch regelmäßiger anbieten“, nennt die Pressefrau des Gremiums ein Ziel für die nächste Zeit. Auch die in die Jahre gekommene Skateranlage am Buschweg haben die KJBler im Visier, sammeln Stimmen für die Sanierung. Nächstes großes Ziel: Ein Jugendcafé zum Treffen.

Wahlbeteiligung der Vorjahre übertreffen


Damit die Jugendlichen in der Stadt eine Stimme haben, darf der KJB Anträge in alle Ausschüsse einbringen, hat im Jugendhilfeausschuss auch Rederecht. Oliver Jankowski, Koordinator der Stadt für die Nachwuchspolitiker, erklärt: „Die Arbeit ist eine gute Bühne, um sich auszuprobieren. Und dazu können die Jugendlichen auch die Jugendleitercard machen.“ Die ist ein wichtiges Zeugnis für ehrenamtliche Jugendarbeit und ein guter Baustein für spätere Bewerbungen. Mit einem Workshop-Wochenende in Bad Segeberg startet die gemeinsame Arbeit, zusätzlich gibt es Fortbildungen. Deshalb hofft er auch auf viele Kandidaten für den neuen KJB. 2014 gab es 19 für die 21 Plätze, mindestens zwölf Köpfe muss der Kinder und Jugendbeirat stark sein. „Wir kommen diese Woche in alle weiterführenden Schulen und machen Werbung“, sagt Jankowski deshalb.
Bis zum 10. Februar läuft die Kandidatensuche. KJB und Koordinator verteilen Flyer und machen auch auf der Homepage www.kjb-norderstedt.de ent-
sprechend Werbung. Hier gibt es auch den Kandidatenbrief zum Herunterladen, denn gewünscht sind nicht nur mehr Kandidaten, sondern auch eine höhere Wahlbeteiligung. 2014 gaben etwa 43 Prozent aller Jugendlichen zwischen 12 und 20 ihre Stimme ab, das soll jetzt übertroffen werden. Dazu werden die Kandidaten künftig per Steckbrief vorgestellt: Vom 2. bis 17. März per Aushang in allen Schulen – zwei Wochen vor der Wahlwoche.

Weitere Infos: Kinder und Jugendbeirat (KJB) Norderstedt
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