Norderstedts modernstes Wasserwerk kostet 6 Millionen Euro

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Das neue Wasserwerk in Friedrichsgabe ist gerichtet. Vorne im Bild Werkleiter Axel Gengelbach.
Norderstedt. In Friedrichsgabe wird bald mit modernster Technik Trinkwasser gefördert. Werkleiter Axel Gengelbach konnte jetzt drei Monate nach Baubeginn an der Lawaetzstraße die Handwerker und Politiker der Stadt zum Richtfest einladen. „Der Bau schreitet zügig voran“, freute sich Norderstedts für Technik und Netze zuständigen Werkleiter. Anfang nächsten Jahres soll das neue Wasserwerk in Betrieb gehen. Dann wird an dieser Stelle das Trinkwasser aus einer Tiefe von mehr als 50 Metern unter der Erde nach oben befördert in einer Geschwindigkeit von 300 Kubikmetern pro Stunde.
Denn so schnell der eigentliche Bau vorangeht, so vorsichtig und sicher müsse die notwendige Technik installiert werden, erläutert Gengelbach. „Nach Abschluss der Bautätigkeiten beginnt die sogenannte Einfahrphase. Dann werden die für die umweltverträgliche Filterung des Wassers benötigten Bakterienkulturen im Quarzkies und den Juraperlen der Filter angesiedelt“, erklärt Gengelbach. Erst wenn die nach der Trinkwasserverordnung zulässigen Parameter erreicht seien, werde das Trinkwasser in das Norderstedter Netz eingespeist, so Gengelbach weiter.
Mit einem Alter von fast 50 Jahren sei das Wasserwerk in Friedrichsgabe das älteste der drei Norderstedter Wasserwerke. Darum lohne sich der Neubau von sechs Millionen Euro gleich in doppelter Hinsicht, betont Gengelbach. „Aus energetischer Sicht ist die Investition nicht nur langfristig die wirtschaftlichere, sondern vor dem Hintergrund der vor uns liegenden Herausforderungen durch die Energiewende auch die strategisch richtige Lösung.“
Der Neubau des Wasserwerks entsteht direkt neben dem alten Wasserwerk, das 1966 in Betrieb ging und 200 Kubikmeter Reinwasser pro Stunde fördern kann. Das Grundstück kam durch einen Geländetausch zustande, erklärt Werkleiter Gengelbach. Unter der Vermittlung von Baudezernent Thomas Bosse sei es nach zahlreichen Gesprächen mit der Unternehmensleitung des Nachbarn Jungheinrich gelungen, einen Tauschhandel zu vereinbaren: Die Stadtwerke bauen auf einer bislang zu Jungheinrich gehörenden Fläche. Sobald das neue Wasserwerk fertiggestellt ist, wird das alte Wasserwerk zurückgebaut und Jungheinrich erhält dieses Gelände als grüne Wiese im Austausch zurück. (bf)
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