Norderstedts Stadtbücherei erhält 50.000 Euro

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Ministerin Anke Spoorendonk (r.) übergab vier Förderbescheide über insgesamt 50.000 Euro an Manfred Philipp, Leiter der Bildungswerke Norderstedt Foto: Blume

Land investiert in sogenannte Kulturknotenpunkte. Start frei für Projekte

Von Claudia Blume
Norderstedt
„Bibliotheken sind Kulturknotenpunkte, die flexibel und zeitgemäß auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen müssen“, betonte Schleswig-Holsteins Kulturministerin Anke Spoorendonk bei ihrem Rundgang durch Norderstedts Stadtbücherei. 430.000 Euro investiert das Land in innovative Bildungsarbeit und fördert entsprechende Projekte. Die Stadtbücherei Norderstedt darf sich über 50.000 Euro aus Kiel freuen – plus einem Eigenanteil von 25.000 Euro können nun vier Konzepte umgesetzt werden. „Zukunftsweisende Leuchtturmprojekte, mit denen sich auch andere Städte und Kommunen befassen sollten“, betonte die Ministerin. Mit „Google & Co.“ werden in Norderstedts Büchereien zehn iPads angeschafft, mit denen Schüler Umgang und zügige Recherche im Internet lernen. Mit „Library Press Display“ steht künftig eine digitale Datenbank mit 3.000 Zeitungen und Zeitschriften aus 90 Ländern in 50 Sprachen zur Verfügung und ermöglicht nicht nur Geflüchteten online Nachrichten aus ihrer Heimat zu lesen. Um das digitale Angebot der Büchereien verstärkt bekannt zu machen, wird mit dem „E-Circle“ ein Gerät mit Touchscreen zum Beispiel in Einkaufszentren aufgestellt, damit sich Interessierte vor Ort informieren und Medien reservieren können. Zudem wird eine neue Chipkarte entwickelt, die den bisherigen Leseausweis ersetzen soll. Der Chip erfasst Guthaben, erleichtert Anmeldungen bei der VHS und öffnet sogar die Türen der Büchereien. Als Pilotprojekt in Schleswig-Holstein wird es ab November in der Bücherei Glashütte nach Vorbild Skandinaviens innovative Öffnungszeiten geben. „Ab acht Uhr, zwei Stunden vor regulärem Betrieb, in der Mittagspause sowie bis in die späten Abendstunden hinein haben Ausweisinhaber Zugang, ohne dass Personal vor Ort ist“, erklärt Ingo Tschepe, Leiter der Stadtbücherei. „Der Umbau ist fast abgeschlossen, wir befassen uns derzeit mit dem Datenschutz, da die Räumlichkeiten mit Kameras überwacht werden müssen, um Vandalismus und Diebstahl zu verhindern.“
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