Norderstedts Visionen

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Herbert Brüning, Leiter des Amtes Nachhaltiges Norderstedt, gibt sich siegessicher: Wir schaffen es in die Enrunde des Bundeswettbewerbs Foto: blu

Bürger und Wirtschaft in Planung der „Zukunftsstadt“ miteinbezogen

Von Claudia Blume
Norderstedt Norderstedts
Zukunft soll nicht allein Stadtplanern überlassen werden – die Bevölkerung ist aufgerufen, bei der Ideenfindung mitzuwirken. Die Stadt hat sich aus 186 Teilnehmern für den Wettbewerb „Zukunftsstadt“ qualifiziert, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 150 Millionen Euro ausgeschrieben ist. 51 Gemeinden und Kommunen dürfen bis Ende Mai Konzepte für ihre innovative und nachhaltige Entwicklung vorlegen. Norderstedts Bürger und Wirtschaftsvertreter waren von der Stadtverwaltung zunächst in getrennten Visionswerkstätten eingeladen worden, um Leitziele zu erarbeiten. Auf Platz eins landete „Stadt im Grünen“ mit Wünschen nach Erhaltung und Ergänzung qualitätsvoller Begrünung, großer Artenvielfalt, straßenbegleitenden „grünen Adern“ mit Bäumen und Beeten sowie begrünten Fassaden. Auch das Thema „kurze Wege“ erhielt großen Zuspruch mit Aufwertung des Radverkehrs als auch dem damit verbundenen Klima- und Lärmschutz. „Für Tempo 30 gibt es ein großes Votum“, weiß Herbert Brüning, Leiter des Amtes Nachhaltiges Norderstedt. „Die Workshop-Teilnehmer sehen Norderstedts Zukunft in einer guten Durchmischung über alle Gesellschaftsgruppen hinweg mit hoher Bereitschaft für soziale Integration, intakter Nachbarschaft und Wertschätzung für gesellschaftliches Engagement“, fasst er zusammen. Auch Fairtrade und Resourcenschonung sei ihnen wichtig. Neben dem Sharing-Gedanken, der bereits ansatzweise mit Leihautos und -fahrrädern umgesetzt ist, sind Tauschbörsen erwünscht. Alle Ergebnisse werden nun von der Stadtverwaltung zusammengefasst und ein Konzept mit konkreten Projekten erarbeitet, mit dem sich die Stadt für die nächste Phase des Wettbewerbs bewerben wird. Dafür werden 20 Kommunen ausgewählt, die jeweils 250.000 Euro für weitere Detailplanungen erhalten. Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote lobte das ambitionierte Projekt und betonte, dass die Entscheidung für eine nachhaltige Stadtentwicklung nicht nur für nachfolgende Generationen getroffen wird, sondern auch dem Imagegewinn als Standortfaktor Nummer eins für Wirtschaftsunternehmen dient.
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