„Olympia ist für Sportler das Größte“

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Pascal Hens spielt beim HSV Handball im Rückraum Foto: Witters

Pascal Hens unterstützt die Bewerbung Hamburgs für die Spiele

Von Frank Heike
Nordersted
t Eigentlich hat Pascal Hens ein gespaltenes Verhältnis zu Olympischen Spielen. „Ich habe zwei Mal teilgenommen ohne groß zu spielen“, sagt der Handballer des HSV, „denn ich war beide Male verletzt.“ 2004 in Athen wird er es mehr als bereut haben – die deutsche Nationalmannschaft spielte ein starkes Turnier und verlor erst im Endspiel gegen Kroatien. Hens litt nach einer schweren Bandscheibenverletzung auf der Tribüne mit. Vier Jahre später war die Gefühlslage eine andere. Als Weltmeister und Turnierfavorit angereist, schied Deutschland blamabel in der Vorrunde aus. Hens reiste mit einer schweren Schienbeinverletzung vorher ab. Trotzdem sagt er: „Bei Olympia ist es wirklich so: Dabei sein ist alles. Und ich war dabei. Das ist das Größte für jeden Sportler.“ Inzwischen hat das bekannteste Gesicht des deutschen Handballs seine Laufbahn in der DHB-Auswahl beendet. Die Strapazen waren zu groß, die Familie wuchs. Für den HSV hält der bald 35 Jahre alte Rückraumspieler immer noch die Knochen hin. Mehr als zehn Jahre schon. Da hat er sich ein Bild von der Stadt machen können.

Zuhause in Norderstedt


Draußen, im Haus in Norderstedt, wohnt er mit seiner Frau Angela und zwei kleinen Kindern. Aber auch die In-Viertel der Stadt mag er. Bar und Restaurant des „East“-Hotels auf St. Pauli etwa, nach großen Siegen Treffpunkt der HSV-Handballgemeinde.
Pascal Hens ist wie einige Kollegen auch vom Hamburger Konzept für Olympische Spiele und Paralympics 2024 überzeugt. Er sagt: „Ich bin jetzt seit über zehn Jahren hier und es ist einfach eine tolle Stadt. Ganz Hamburg sollte mithelfen, olympische Spiele hier möglich zu machen.“
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entscheidet am 21. März, ob sich Hamburg offiziell bewerben darf.

„Fleisch drauf, ein paar Saucen, und fertig, bloß kein Schnickschnack.“ Pascal Hens übers Grillen

Er selbst sagt mit Sinn für Humor, er werde seine Karriere in neun Jahren „definitiv“ beendet haben. Aber das ruhige Quartier in Norderstedt soll Lebensmittelpunkt der Familie Hens bleiben. Vor allem auch, weil man dort zu jeder Jahres- und Tageszeit so ungestört grillen kann: Das ist sein großes Hobby. Sehr zu Freude der Handball-Kameraden, die gern zu Besuch kommen. „Fleisch drauf, ein paar Saucen, und fertig, bloß kein Schnickschnack“, sagt der gebürtige Mainzer mit der immer noch markanten Frisur. Pascal Hens kennt olympische Handballturniere, und er kennt die Begeisterung des Nordens für die Ballwerfer. Deswegen hält er es für zwingend notwendig, Flensburg und Kiel als Vorrundenspielorte mit ins Boot zu nehmen: „Dort wird Handball gelebt.“

Zahlreiche Trainingsorte


Wenn es dann um Medaillen und Platzierungen geht, käme der Handball zurück nach Hamburg in die Arena im Volkspark. Dort steht die HSV-Heimspielstätte, eine moderne Trainingshalle ist auch vorhanden, die Volksbank Arena in Bahrenfeld. Weitere Möglichkeiten zum üben haben die Hamburger Olympia-Planer in Steilshoop vorgesehen, in der Schule Gropiusring. Vielleicht steht dann ein von Pascal Hens trainierter Spieler im deutschen Team – eine Anschlussverwendung nach Ablauf der aktiven Karriere ist für ihn beim HSV vorgesehen. „Zu einem anderen Verein gehe ich als Spieler nicht mehr“, sagt Pascal Hens.

Persönlich:
Pascal Hens wurde am 26. März 1980 in Daun (Rheinland-Pfalz) geboren. Er wuchs in Mainz auf und begann mit sechs Jahren, Handball zu spielen. Heute ist er beim Handball Sport Verein Hamburg (HSV Handball) aktiv und lebt mit Frau und zwei Kindern in Norderstedt. (wb)
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