Piloten in der Halle

Anzeige
Manfred Greve ist der Kunstflugexperte im Verein. Hier mit einem seiner Modelle Fotos: tj

Flugtechnische Arbeitsgemeinschaft auch im Winter aktiv

Von Tina Jordan
Kreis Segeberg. Drohnen, Hubschrauber und federleichte Kunstflieger nähern sich im Tiefflug dem Norden. Auf dem Gelände der Erich-Kästner Schule in Kaltenkirchen trifft sich regelmäßig eine Flugtechnische Arbeitsgemeinschaft, kurz FAG. Hier toben sich die meist männlichen Gruppenmitglieder im Winter mit ihren Indoor-Modellfliegern aus. „Das ist zwar viel Technik, aber auch wirkliche Kunst. Nicht nur die filigrane Verarbeitung der Flugmodelle, die Motoren und die individuelle Airbrush-Optik überzeugen. Auch die Kunstflugrollen, die so manch ein Pilot drauf hat, sind beeindruckend“, verrät der Norderstedter Manfred Greve, der im Verein der Kunstflugexperte ist.
Die federleichten Modelle sind sehr windanfällig
Die Multijet, Fokker, F18, Little Twin oder Oturan-Delta wiegen teilweise nur 220 Gramm und sind extrem wendig. Sie sind dadurch nicht für die winterlichen Stürme vor der Hallentür geeignet. Treff der Modellfreunde ist deshalb in der Wintersaison sonnabends in der Sporthalle der Kästner-Schule. Vormittags zwischen 10 und 13 Uhr toben sich die Piloten aus. „Hier fliegen aber nur die Modelle, die nicht zu viel Tempo machen können. Alles andere wäre zu gefährlich. Besonders die Kunstflieger kommen im Winter in der Halle auf ihre Kosten“, sagt Indoorflieger Thomas Gehl. Rund zehn Minuten kann ein Rundflug in der Sporthalle dauern.Dann müssen die Akkus ausgetauscht werden.

„Kann schon mal sein, dass ein Anfänger seinen Flieger direkt in die Ringe
unter der Decke manövriert.“ Thomas Gehl

Wer den Spaß ausprobieren möchte, ist herzlich eingeladen. Erste kostenlose Testflüge mit vereinseigenen Modellen sind möglich. Vorsicht ist dennoch geboten: „Kann schon mal sein, dass ein Anfänger seinen Flieger direkt in die Ringe unter der Decke manövriert. Die FAG-Mitglieder kennen inzwischen alle Tricks, um die zerbrechlichen Modelle sanft auf den Boden zurück zu holen“, ergänzt Gehl. Voraussetzung für das richtige Handling ist eine gute Augen-Hand-Koordination. „Je länger man Modellflug betreibt, desto mehr Ansprüche an ausgeklügelte Technik, von der Fernsteuerung bis hin zu den Modellen, stellt man“, so Jugendwart Marc Peters (28). Er „fliegt“ seit er acht Jahre alt ist. 15 Modelle lagern in seinem Hangar. „Attraktiv sind im Sommer auf unserem Fluggelände zwischen Lentföhrden und Schmalfeld vor allem die großen Wettbewerbe.“

Weltmeisterschaft der Modellflieger

Am 23. und 24. August findet dort für die großen Kunstflieger und Großsegler mit bis zu acht Meter Spannbreite die Weltmeisterschaft statt. Manfred Greve freut sich schon: „Zur WM werden Modellflieger aus aller Welt erwartet.“
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige