Plambecker seit 52 Jahren

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Ingrid und Günter Jeschke vor der Haustür, die zu ihrer Wohnung führt. Sie leben seit 52 Jahren bei derselben Wohnungsgesellschaft Foto: now

Familie Jeschke lebt seit 1963 in Garstedt und erlebte Wandel des Ortsteils

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt
Günter Jeschke ist seit 59 Jahren mit seiner Frau Ingrid verheiratet und seit über 50 Jahren wohnt er in einer Wohnung, die zum ältesten Wohnungsunternehmen Norderstedts gehört. Um das zu feiern, lud das Wohnungsunternehmen Plambeck vergangene Woche zehn langjährige Mieter in die Kneipe am Feuerwehrmuseum ein. Mit dabei waren auch Günter und Ingrid Jeschke. Sechs Mieter aus Norderstedt und je zwei aus Hamburg und Ellerau trafen sich gemeinsam mit der Unternehmerfamilie, auch um über alte Zeiten zu reden. „Julia Plambeck hat mich gefragt, was ich denn mit ihrem Vater Horst zusammen ausgefressen habe?“, erzählt Günter. „Ich hab aber nichts verraten.“ Der Flüchtling aus Pommern ist dem Unternehmen neben der Wohnung schon viel länger verbunden. Sein Vater arbeitete auf dem Bauhof in der Ochsenzoller Straße und auch Günter startete seinen Berufsweg 1950 hier. Deshalb kennt er die Unternehmerfamilie nicht nur als Vermieter.
Ihm hat es in Garstedt gleich gefallen, als der heute 80-Jährige mit seinen Eltern und Brüdern dorthin zog. Bei der FC Eintracht spielte er Handball, später legte er gemeinsam mit Edmund Plambeck die Gehwegplatten beim Sportlerheim. „Welcher Chef macht das schon?“, erinnert er sich. Die Wohnung in der Ochsenzoller Straße gegenüber der Feuerwehr bezogen Günter und Ingrid 1963, später zogen sie in die Buchentwiete – mit vier Kindern war die erste gemeinsame Wohnung zu klein geworden.

Vom Dorf zur Stadt



Und auch als die Kinder aus dem Haus waren, blieben sie dem Wohnungsunternehmen treu, wechselten in eine kleinere Wohnung im Buckhörner Moor. Dabei gefiel Ingrid das kleine Garstedt erst gar nicht. „Hier war alles so leer“, sagt die 79-jährige, die als Stadtkind mit der dörflichen Weite in den 50er-Jahren so gar nichts anfangen konnte. Für alle Wege musste sie mit den Kindern aufs Fahrrad zurückgreifen, in Hamburg war sie Bus und Bahn gewohnt. Dafür lebt sie heute, nach über 50 Jahren, sehr gerne hier. „Jetzt ist es eine Stadt“, sagt sie. Und Günter ergänzt: „Hier gibt es genug Möglichkeiten. Man muss sie nur nutzen.“
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