Radparken ab 19 Radparken ab 19 Cent/Tag

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Die Animation zeigt, wie der gläserne Bau der Radstation in Norderstedt Mitte aussehen soll. Er wird voraussichtlich Ende des Jahres eröffnet Quelle: hage.felshart.griesenberg Architekten BDA, Visualisierung: Marc Winkler

Neues Parkhaus soll noch in diesem Jahr eröffnen. Konzept wie in Bergedorf

Von Stephanie Nowatzky
Norderstedt
Die Bodenplatte für das neue Fahrradparkhaus mit 450 Stellplätzen ist fertig, wenn alles glatt geht, kann die Station, die direkt neben dem Rathaus und an der U-Bahnstation Norderstedt Mitte liegt, noch in diesem Jahr eröffnet werden. Auch einen Betreiber für das Serviceangebot, eine Werkstatt für kleinere Reparaturen, Fahrradshop und Verleih hat die Stadt gefunden. Das wird die HAB Servicegesellschaft, eine 100-prozentige Tochter der Awo, übernehmen, die seit 2012 die Radstation am Bergedorfer Bahnhof betreibt.

Für die Integration Langzeitarbeitsloser


Ehemals gehörte die HAB zur Hamburger Arbeit und hat sich als Motto die Integration Langzeitarbeitsloser in die Arbeitswelt auf die Fahnen geschrieben. „Wir sind ein klassischer Dienstleister, aber haben einen Gemeinwohl-Ansatz“, erklärt Geschäftsführer Gert Kekstadt. Ein Ziel ist es, mit seinen Dienstleistungen Menschen zurück in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen zu bringen. Das hat in Hamburg-Bergedorf schon gut funktioniert, auch in Norderstedt setzt Kekstadt auf Leute vor Ort. Bis zu elf Mitarbeiter könnte das Fahrradparkhaus am Ende haben, wenn möglich mit Norderstedter Adresse.
„Wir wollen hier hilfsbereite, freundliche Mitarbeiter, die sich mit dem Standort identifizieren“, erklärt der zukünftige Chef. Ziel sei, während der Öffnungszeiten Montag bis Freitag zwischen 7 und 19.30 Uhr, Samstag 10 bis 16 Uhr und Sonntag 11 bis 15 Uhr für die Kunden immer einen freundlichen Ansprechpartner vor Ort zu haben. „Dazu gehört heute in Bergedorf auch, dass die Mitarbeiter Hilfe bei der Tour-Planung geben und erklären, mit welchem Bus man am besten weiterfährt“, so Kekstadt. Außerhalb der Öffnungszeiten sollen die Kunden ihr Rad mit einem Chip auslösen können, für Dauerkunden gilt ohnehin 24-Stunden-Ein- und Ausfahrt. Auch die Preise stehen schon fest: 70 Cent pro Tag, 7 Euro pro Monat oder als Dauerparker 70 Euro im Jahr – also umgerechnet 19 Cent pro Tag soll das Parkhaus kosten. „Dafür steht das Fahrrad sicher und trocken und es gibt auch die Möglichkeit, kleinere Reparaturen gleich während der Parkzeit erledigen zu lassen“, zählt der Betreiber auf. Je nachdem, wann genau Kekstadt mit seinen zukünftigen Mitarbeitern einziehen kann, wird es zu Beginn einen Probebetrieb geben. „Kurz vor Weihnachten macht es keinen Sinn, mit einer kompletten Mannschaft zu starten“, sagt er. Kekstadt will erreichen, dass das Fahrradparkhaus ein Anlaufpunkt wird. Workshops geplant für Fahrradreparaturen
Die gläserne Fassade soll Einblick in die Werkstatt geben und auch Workshops rund um die Fahrradreparatur kann er sich vorstellen. Die Stadt investiert in den Bau etwa 1,8 Millionen Euro. Joachim Brunkhorst von der Ortsgruppe des Allgemeinen Fahrradclubs (ADFC) hofft, dass sich die Stadt bei guter Auslastung der Radstation am Bahnhof zum Bau eines weiteren Radparkhauses am Heroldcenter entschließt.
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