Richtfest für das Radparkhaus am Bahnhof NoMi

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Bürgermeister Hans-Joachim Grote vorm Rohbau Foto: now

Ab Oktober können dort bis zu 440 Fahrräder geparkt werden

Norderstedt 50 Meter lang erstreckt sich der Rohbau des Fahrrad-Parkhauses entlang der U-Bahnstation Norderstedt Mitte. Auf zwei Etagen sollen ab Oktober bis zu 440 Fahrräder geparkt werden. Vergangene Woche wurde in dem Gebäude beim Rathaus Richtfest gefeiert.
Zwar hing der Richtkranz an der Südspitze der Stahlkonstruktion, doch auf ein echtes Richtfest musste Bauherr Hans-Joachim Grote verzichten. Norderstedts Oberbürgermeister feierte statt dessen „ein etwas anderes Richtfest“. Der Grund: Ohne Holz-Dachstuhl gibt es keinen Zimmermannsspruch, dafür gab Architekt Jan Hage einen kurzen Einblick in den neuen Bau.
„Es ist kein visionäres Projekt, aber damit nimmt die Stadt eine Vorreiter-Rolle ein. Wir haben schon Anfragen zu diesem Fahrradparkhaus aus anderen Städten.“ Die Baukosten beziffert die Stadt mit 1,85 Millionen Euro, davon sind 700.000 Euro durch Fördermittel gedeckt. Als Kunden hat die Stadt rund 24.000 Pendler im Blick, die hier täglich die U-Bahn nutzen.Und der Verwaltungschef hofft, mit dem Parkhaus noch mehr Menschen zum Wechsel auf öffentliche Verkehrsmittel zu überzeugen: „Das Angebot einer überdachten und bewachten Abstellanlage wird es für viele Menschen attraktiver machen, innerhalb der Stadt das Rad zu nutzen , um dann hier in den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen“, so Grote.
Im Oktober soll das Haus mit der Glasfassade fertig sein. Als Betreiber hat die Stadt die Awo Hamburg Dienste verpflichtet, die ein vergleichbares Haus bereits in Bergedorf leitet. Andreas Pehlgrim ist bereits auf der Suche nach Mitarbeitern für die Service-Station, die neben dem Parkhaus auch einen Reperatur-Service, Vermietung und Verkauf von Fahrrädern bieten soll. Ein Tagesticket wird 70 Cent kosten, für ein Monatsabo zahlen Mieter 7 Euro oder 70 Euro pro Jahr. „Wir starten mit vier bis fünf Mitarbeitern den Probebetrieb ab Oktober, im Februar wollen wir dann mit insgesamt elf Mitarbeitern voll durchstarten“, so Pehlgrimm, der als Leiter Mobilität bereits das Fahrradhaus in Bergedorf leitet. Die Kombination aus Stellplätzen und Service funktioniert in Bergedorf gut, auch für Norderstedt sieht Pehlgrim positiv in die Zukunft. (now)
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