RONAN KEATINGs neues Album: "Fires"

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Ronan Keating neues Album heißt: "Fires" (Veröffentlichung am 31.08.2012)

Beginnen wir doch mal mit einem kurzen Blick auf die Zahlen – Pop-Bingo, so könnte man das nennen, oder noch viel treffender: „Ronan Keating: Ein Hitgarant in Zahlen.“
19: Die Zahl der Jahre, die der Sänger und Songschreiber nun schon Musik macht.
35: Sein momentanes Alter. (Genau, er war erst 16, als er mit Boyzone losgelegt hat. Ein Glück!)
13: Das sind eigentlich 13 Millionen – die Anzahl der von Boyzone weltweit verkauften Alben.
10: Und das wären dann noch einmal 10 Millionen – die Anzahl, die Keating insgesamt von seinen 11 Soloalben verkauft hat.
Tausende: Die Zahl der Meilen, die Keating schon für die Marie Keating Foundation geschwommen, geklettert, gewandert oder gerannt ist; die Anti-Krebs-Stiftung hat er zu Ehren seiner verstorbenen Mutter ins Leben gerufen.

Das soll uns erstmal genügen: Schließlich ist Keating ja auch nicht der Typ, der andauernd sein Geld zählt oder sich auf einem Thron ausruht, den er sich eigens aus seinen ganzen Platinauszeichnungen hat anfertigen lassen. Jene Tage, in denen er den eigenen Erfolg noch daran gemessen hat, wie viele teure Schlitten in seiner Garage standen, sind längst vorbei: „Zwischenzeitlich hatte ich 11 Stück!“, berichtet er und lächelt verlegen. „Unter anderem eine Corvette von 1963, einen 66er Mustang, einen 72er Dodge Charger, einen Ford Bronco, zwei Range Rovers und einen Porsche. Das war schon ganz schön lächerlich, vollkommen übertrieben und maßlos – nur wenn man noch so jung ist und plötzlich zu viel Geld verdient, passieren solche Dummheiten eben...“
Es stimmt: Keating ist durchaus stolz auf das, was er schon alles erreicht hat. Nur ist er trotzdem nicht der Typ, der andauernd zurückblickt; momentan ist er viel mehr am nächsten Kapitel interessiert: Es heißt Fires, denn so lautet der Titel seines kommenden Soloalbums. Nach drei Konzept- bzw. Duett-Alben, unter anderem seinen hochkarätigen Longplayer mit Burt Bacharach (When Ronan Met Burt), handelt es sich dabei um die ersten richtigen Soloaufnahmen seit geschlagenen sechs Jahren.
„Ich selbst würde dieses neue Album sogar mit meinem Solo-Debüt vergleichen –, und ich glaube nicht, dass es mir zwischenzeitlich gelungen ist, ein Album aufzunehmen, das so gut war wie mein Debüt“, sagt Keating und redet, wie man das so von ihm kennt, Klartext. „Seit dem Jahr 2000 habe ich quasi versucht, dieses Album hier aufzunehmen – ohne Witz! 12 Jahre habe ich dafür gebraucht, und nun ist es endlich im Kasten“, lacht er. „Ich freue mich riesig über das Ergebnis.“
Man muss gar nicht so viel auf seine Worte geben, denn die Musik spricht für sich: Schon die erste Single, das Titelstück der LP, macht augenblicklich klar, was für ein großer Wurf Ronan Keating hier gelungen ist: Der Song Fires ist eine massive, druckvolle, wirklich umwerfende Pophymne, die Keating gemeinsam mit dem Songwriter-Team Electric geschrieben hat, junge Wahllondoner aus Schweden.
„Die Idee war, mich im Radio mit einem Song zurückzumelden, der einfach mal komplett anders klingt als alles, was man von mir kennt – mit einem krassen, schnellen, energischen Track, der sich nach dem Hier und Jetzt anfühlt.“
„Der Track hat mir einfach so sehr aus der Seele gesprochen. Jeder weiß, dass ich ein paar recht turbulente Jahre hinter mir habe. Und mal ehrlich: Ich sehe den Song wirklich als eine Ansage, als ein Statement, das mir verdammt noch mal Feuer unter dem Hintern machen soll – Bewegung ist angesagt, raus aus diesem Loch und wieder in Schwung kommen! Wenn man, wie ich, sein Problem selbst kreiert hat, muss man seine Fehler korrigieren, wieder auf die Beine kommen und zusehen, dass man vorwärts kommt – so verstehe ich diesen Song, und davon handelt er.“
Keating ist also, passend zum Albumtitel, wirklich „on fire“, und ähnlich druckvoll-draufgängerisch wirken übrigens auch I’ve Got You, ein satter Popsong, wie vielleicht auch U2 ihn aufnehmen könnten, und Nineteen Again, ein Rocksong zum Mitsingen, den Rick Knowles und Gregg Alexander geschrieben haben (jene Herren also, mit denen Ronan schon die Hitsingles Life Is A Rollercoaster und Lovin’ Each Day geschrieben hat). Hätte Keating nun behauptet, dass der Arbeitstitel dieses Tracks ursprünglich Let’s ’Ave It! lautete, hätte das wohl niemanden wirklich überrascht – denn der jugendliche Vibe und diese absolute Ausgelassenheit schwingen bei jeder einzelnen Note dieses Stücks mit, an dem Electric ebenfalls als Co-Autoren mitgewirkt haben.
„Unbedingt sogar“, lächelt er, „ja, es stimmt, es ist ein schmaler Grat – schließlich will ich damit nicht sagen: ‘Hey, ich bin jung, ich bin frei und Single, lass uns losziehen und uns ein wenig amüsieren...’ Das will ich an keiner Stelle und mit keinem dieser Songs zum Ausdruck bringen. Dann schon eher so à la: ‘Okay, ich bin 35, ich bin also kein kleiner Junge mehr; ich mache das hier jetzt schon seit knapp 20 Jahren, und ich liebe es immer noch wie damals.’ Ich habe großes Glück und weiß, was es bedeutet, dass ich nach wie vor Musik machen kann. Allein deshalb will ich nur das Beste geben und genau das Leben führen, das mir als Ideal vorschwebt. Ich will mich nicht verstecken.“
Dass er mit vollkommen neuer Energie bei der Sache war, zeigt sich auch an den Balladen, die auf Fires zu finden sind: Lachend gibt er ganz offen zu, dass er über die Jahre mehr als nur ein paar langsame Stücke aufgenommen hat. Doch wenn dann ein so großartiger Song wie Easy Now My Dear in den Sessions entsteht, bleibt einem wohl nichts anderes übrig, als die eigene Stimme ganz cool und mit einer Überdosis Soul über die wunderschöne Klaviermelodie zu legen.
„Das war wirklich einer von diesen Momenten: Wir haben den Song bei mir daheim in Dublin im Vorzimmer auf dem Klavier geschrieben, Mathias und Paddy und ich, und ich kann nur sagen: Das ist mal eine echt schlichte, wunderschöne Ballade! Die Welt um einen herum rastet aus und alles wirkt wie ein heilloses Durcheinander, und dann kommt da so ein Song, bei dem man automatisch zur Ruhe kommt...“ (hfr)

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! Jeweils eine CD GEWONNEN haben: Stefan Prange aus Langenhorn; Erika Thies aus Norderstedt; Renate Riedel aus Horn! Die richtige Antwort auf die Frage "Wie alt ist Ronan Keating?" lautete: 35 Jahre.
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