Schleswig-Holsteins größte Baustelle im Plan

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Der Rohbau der Tesa-Zentrale ist fertig. Insgesamt stehen 60.000 Quadratmeter zur Verfügung Fotos: Fuchs
 
Die Architekten Jens Koth (l.) und Bernhard Steinkopf haben von ihrem Baucontainer alles im Blick

Neue Tesa-Zentrale: 500 Arbeiter auf 60.000 Quadratmetern im Einsatz. Ende 2015 Eröffnung geplant

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt. Gerade haben die Tischler 1.400 Fenster eingebaut. Gleichzeitig installierten Elektriker die Haustechnik, verlegten für die Heizung- und Klimaanlage mehrere Kilometer Rohre. Als Nächstes werden der Estrich verlegt und die Elektroleitungen installiert Im Sommer folgt der Innenausbau mit Türen und Fliesen. Bis zu 120 Handwerker sind aktuell auf Schleswig-Holsteins größter Baustelle im Einsatz. In Spitzenzeiten werkeln bis zu 500 Bauarbeiter von 30 Firmen da, wo Ende 2015 die neue Tesa-Zentrale eingeweiht werden soll. 900 Mitarbeiter werden dann in den dreiteiligen Gebäudekomplex an der Niendorfer Straße einziehen. Von ihrem Büro in dem zweigeschossigen Baucontainer aus schauen die Architekten Bernhard Steinkopf und Jens Koth auf die Baustelle. „Wir sind voll im Zeit- und Kostenplan“, versichert Steinkopf.

275.000 Kubikmeter umbauter Raum

Das Hamburger Unternehmen zieht Ende nächsten Jahres von Hamburg-Eimsbüttel auf das Grundstück nahe des Flughafens Fuhlsbüttel um. Der Gebäudekomplex umfasst drei sechsgeschossige Gebäude, in denen künftig Verwaltung, Forschung und Entwicklung Platz haben werden. Zur Verfügung steht eine Nutzfläche von 20.000 Quadratmetern. 275.000 Kubikmeter umbauter Raum ragen hier auf dem sechs Hektar großen Areal 26 Meter hoch in den Himmel – ziemlich gewaltig.
Weil der Bau auf einer voreiszeitlichen, morastigen Senke ruht, mussten im vorigen Jahr 1200 Betonpfähle bis zu 16 Meter tief in den Boden gerammt werden.
Insgesamt investiert Tesa 160 Millionen Euro in das Projekt, das seit März 2012 läuft. Dass alles im Plan bleibt, nicht zu teuer wird und jeder Stein da hin kommt, wo er hingehört, gibt es Bernhard Steinkopf und Jens Koth. „Wir sind die Bauherrn-Verwaltung“, erklärt Jens Koth seine Tätigkeit und die seines Architekten-Kollegen. Für sie sind solche Großprojekte nichts Außergewöhnliches. Drei Architekturbüros haben die beiden beauftragt – je eins für die Generalplanung, Bauleitung und die Vergabe der Arbeiten. Aufträge im Wert von 100 Millionen Euro seien bereits vergeben. Allein der Rohbau, der Mitte Dezember 2013 nach nur neun Monaten Bauzeit fertig wurde, habe 21 Millionen Euro gekostet.
Da kommt es entscheidend darauf an, dass alles richtig koordiniert ist und der zeitliche Ablauf und das Finanzbudget strikt eingehalten werden. Damit die Luft als Kühlung und Wärmetauscher besser genutzt werden kann, ist die Haustechnik zum Beispiel direkt unter dem Dach untergebracht, erklärt Architekt Koth.

„Jeder Mitarbeiter bekommt einen eigenen Stellplatz in der Tiefgarage“
Bernhard Steinkopf, Architekt

„Tesa hat ein vollfunktionstüchtiges und schlüsselfertiges Gebäude mit Technologiezentrum, Labor und Büroarbeitsplätzen einschließlich der Möbel bestellt.
Auch die Außenanlagen werden neu gestaltet mit einem Teich-Biotop, 150 Obstbäumen und einem eigenen Regenrückhaltebecken. Das Parkhaus, für das die Bagger gerade den Boden planieren, wird 900 Stellplätze haben. „Für jeden Mitarbeiter einen“, sagt Steinkopf. Die drei Gebäude sind jeweils über eine überdachte und voll verglaste Brücke miteinander verbunden.
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