Schule in Hasloh: Sanierung statt Neubau besiegelt

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Schulleiterin Julia Fietz appellierte an die Politiker, an Sanierung und Zeitplan festzuhalten: „Sonst lassen wir die Eltern im Stich.“ Foto: Fuchs

Bis Januar 2019 sollen die Bauarbeiten beendet sein. Bürgerbegehren gegen die Sanierung entfällt

Hasloh Das 65 Jahre alte Schulgebäude in Hasloh, das als Kulturdenkmal eingetragen ist, wird jetzt für 4,2 Millionen Euro komplett saniert. Bereits in den Sommerferien beginnt die Renovierung mit der Schadstoffsanierung und einigen Abrissarbeiten. Bis zum Januar 2019 soll alles fertig sein. Ein Bürgerbegehren gegen die Sanierung wird es trotzdem nicht geben, versicherten Katja Langefeld und Nobert Schadendorf von der Neubau-Initiative. „Wir werden schon genug angefeindet im Dorf und wollen die Schulerneuerung nicht noch weiter verzögern. Die Leidtragenden wären die Kinder.“ Der Hasloher Gemeinderat vergab einstimmig die ersten Bauarbeiten für die Sanierung. Zugleich stimmte er gegen den Antrag von CDU und FDP, die sich dafür aussprachen, noch einmal von einem unabhängigen Architekten untersuchen zu lassen, wie schnell und kostspielig ein Neubau der Grundschule zu verwirklichen sein würde. Zahlreiche Eltern äußerten auf der Sitzung ihre Bedenken, die seit vier Jahren geplante Schulerneuerung könnte erneut verschoben werden. So musste Fachbereichsleiter Ralf Gercken von der Quickborner Verwaltung einräumen, dass ohne den Beginn der Sanierung die Schulhortbetreuung im maroden Obergeschoss der Schule wohl unterbleiben müsste, weil der Kreis die Brandschutzauflagen dort für nicht erfüllt sehe. Eine Initiative von ehemaligen Kommunalpolitikern, „Perspektive für Hasloh“, hatte Anfang Februar einen Neubau der Schule ins Gespräch gebracht. Dieser wäre zu etwa gleichen Kosten und im selben Zeitraum wie die Sanierung neben dem Schulhof zu realisieren. Bürgermeister Bernhard Brummund verlas noch einen Brief der engagierten Schulleiterin Julia Fietz, die dringend an die Politiker appellierte, nicht von der Sanierung abzuweichen. „Die Initiative für den Neubau kommt eindeutig zu spät. Wenn es jetzt nicht losgeht, lassen wir die Eltern im Stich“. (bf)
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