Stadtmuseum ausgezeichnet

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Museumsleiter Dr. Manfred von Essen und Marlen von Xylander mit einem Pferdewagen, der zur Ausstellung über Flüchtlinge nach 1945 gehört. Sie freuen sich über die Auszeichnung als nachhaltiger Bildungsträger

Umweltminister Habeck würdigt das Engagement für nachhaltige Bildung

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt. Zum ersten Mal ist das Stadtmuseum von Umweltminister Robert Habeck als nachhaltiger Bildungsträger ausgezeichnet worden.
Mit ihren zahlreichen Ausstellungen und ihrem Zusammenwirken mit anderen Umweltprojekten würde diese Einrichtung in vorbildlicher Weise „Wissen über Zusammenhänge und Inhalte aus Ökologie vermitteln und deren Bezug zu Wirtschaft und sozialpolitischen Themenfeldern herstellen“, lobte Habeck das Engagement der Museumsleiter Marlen von Xylander und Manfred von Essen. Museumsleiterin Marlen von Xylander freute sich.

„Das ist eine schöne Wertschätzung unserer Arbeit.“ Marlen von Xylander


Bei den Dauer- und Sonderausstellungen versuchten die Museumsleiter einen bildungspolitischen Aspekt und einen nachhaltigen Effekt bei den Besuchern zu erzielen, sagte sie.

Ausstellung über
Flüchtlinge nach 1945

So sei bei der Ausstellung Ende 2011 über die Flüchtlinge nach Kriegsende 1945, die die Bevölkerung im Land auf 2,7 Millionen hochschnellen und die des Kreises Segeberg auf einen Schlag auf 120.000 Einwohner mehr als verdoppeln ließ, insbesondere auf die Empathie der Menschen für Minderheiten und Zuwanderer aus dem Osten geachtet worden. Bei der Obst- und Gemüseausstellung zuvor stand in Kooperation mit dem städtischen Agenda Büro der ökologische Landbau und faire Handel im Vordergrund des Geschehens. Dabei versuche das Museum immer auch den Bildungsauftrag besonders für Kinder begreifbar zu machen, erklärte die Museumsleiterin am Beispiel der Herstellung von Butter mit der Hand, wie es unsere Großeltern-Generation zu machen pflegte. Dabei lernten die Jungen und Mädchen, dass Butter aus Milch und Rahm entsteht, wie anstrengend die Handarbeit für ihre Vorfahren war und erführen nebenbei noch etwas über fairen Handel, biologischen Anbau und Massentierhaltung.Stadträtin Anette Reinders wies darauf hin, dass für die Stadt Norderstedt schon seit Jahrzehnten ökologisches Handeln zum Stadtbild gehöre. So stellte sie schon vor 30 Jahren als landesweit erste Kommune einen Umweltbeauftragten ein, wurde 1984 zur umweltfreundlichen Gemeinde gekürt, hat 60 Prozent seines CO-2-Ausstoßes verringert und bewirbt sich zurzeit im Rahmen des bundesweiten Zukunftswerkstatt-Wettbewerbs um den Preis der Umwelthauptstadt.

Klimaschutz-Engagement ist dringender denn je

Habeck betonte: „Das Hochwasser-Unglück hat uns wieder mal gezeigt: Es gibt überhaupt keinen Grund, unser Engagement beim Natur- und Klimaschutz aufzugeben. Im Gegenteil. Es ist dringender denn je notwendig.“
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