Stadtpark ins Herz geschlossen

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Eine der Attraktionen des Stadtparks sind die Liebesschlösser. Schon 500 Stück hängen hier Foto: bf

800.000 Besucher im Norderstedter Stadtpark. Minigolfanlage geplant

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt. Auch im zweiten Jahr nach der Landesgartenschau hat sich der Stadtpark weiter zu einem Anziehungspunkt für Jung und Alt entwickelt. Rund 800.000 Menschen seien in diesem Jahr in das 75 Hektar große Areal gekommen, um spazieren zu gehen, zu joggen, Fitness zu betreiben, im Strandbad zu baden, einen Kaffee im Haus am See zu trinken und die Sicht auf den 25 Hektar großen See zu genießen. Viele schauten auch den Wasserskiläufern bei ihren Kunststücken zu oder besuchten eine der 55 Veranstaltungen.
„Wir hatten einen richtigen Sommer. Es war eine tolle Saison, wir sind sehr zufrieden“, sagt Stadtpark GmbH-Chef Kai Jörg Evers. Er zog eine positive Bilanz des abgelaufenen Jahres. Das seien 20 Prozent mehr Gäste als im Jahr davor gewesen. „Es ist ein Park für alle Norderstedter und auch die Menschen in der Region geworden, wie die vielen verschiedenen Autokennzeichen auf den Parkplätzen gezeigt haben.“
Die Zahlen sprechen für sich. So hätten 40.000 Menschen das Strandbad besucht, einzelne Veranstaltungen wie die Autoshow, das Parkfunkeln und der Kunsthandwerkermarkt fanden 10.000 bis 20.000 Schaulustige. Die Wasserskianlage buchten 230 Firmen und Gruppen, 50 Prozent mehr als 2012.
500 Kinder lernten diesen Sport in den Ferien, 110 begeisterte Fahrer wagten sich fast täglich auf das Wasser, wie Wasserskianlagen-Chefin Anne Rumpel sagte. Immer mehr Menschen feierten mit ihren Verwandten und Freunden Familienfeste in dem Café am See, das neuerdings auch einen Mittagstisch anbiete. Auch das Strandbad wurde mit 44 Feierlichkeiten viermal so häufig wie im Jahr davor gebucht, sagt Arriba-Bad-Chef Ruud Swaen.

1,5 Millionen Euro Budget

Gleichwohl bleibt der Stadtpark für die Norderstedter ein Zuschussbetrieb. 95.000 Euro erwirtschafteten allein die 55 Veranstaltungen, 380.000 Euro kostet die Parkfläche jährlich, sagte Geschäftsführer Evers. Insgesamt betrage das jährliche Budget 1,5 Millionen Euro, wovon der Bürger weitere Gelder als die bereits erwähnten knapp 500.000 Euro durch die Unterdeckung des Badebetriebes tragen müsste. Weil der Betrieb von Stadtpark und Strandbad aber über die Stadtwerke läuft, die der Stadt jährlich einen Millionen-Gewinn bescheren, würden diese Gelder überwiegend nur indirekt fließen. Zudem mussten feste Toilettenhäuschen geschaffen und Trimm-dich-Geräte mit Sportplätzen und Slackline-Parcours wurden angelegt. Im nächsten Jahr soll eine Minigolfanlage und Trinkwasserspender für die Spaziergänger und Läufer folgen.
Bürgermeister Hans-Joachim Grote zeigte sich begeistert: „Der Stadtpark ist zu einem echten Bürgerpark für unsere Stadt geworden.“
Wie gut die Norderstedter ihn annähmen, zeigten allein die 500 Schlösser, die sie an das Brückengeländer über den See geschlossen haben, um ihre Liebe zu ihrem Partner öffentlich auszudrücken. (bf)
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2 Kommentare
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Nicole Idzikowsky aus Norderstedt | 21.11.2013 | 19:52  
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Neele Winter aus Norderstedt | 21.11.2013 | 20:06  
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