Straßenmeisterei gut ausgerüstet

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Verkehrsminister Reinhard Meyer mit den Straßenwärtern Andreas Heise (l) und Dieter Haferkamp (r) Foto: Fuchs

30.000 Tonnen Streusalz für 7600 Kilometer Straße gelagert

Quickborn. Der Winter mit Schnee und glatten Straßen kann kommen. Die Mitarbeiter der Straßen- und Autobahnmeisterei an der Friedrichsgarber Straße sind bestens vorbereitet. Davon konnte sich Schleswig-
Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer bei einem Besuch überzeugen.
Wie der Winterdienst funktioniert, beschrieb Dirk Putzer von der Straßen- und Autobahnmeisterei Quickborn. „Mein Personal steht zwischen November und April
24 Stunden auf der Matte. Das Familienleben ist in dieser Zeit für die Kollegen eher zweitrangig.“ Seine 28 Mitarbeiter, darunter
21 Straßenwärter, müssten bei Frost und Schneefall sofort mit den zehn Streu- und Räumfahrzeugen ausrücken, um zwischen Neumünster und der Hamburger Landesgrenzen 54 Kilometer Autobahnen, 59 Kilometer Bundes- sowie 118 Kilometer Landesstraßen sowie 109 Kilometer Radwege von Schnee und Eis zu befreien.
„Wenn es hart auf hart kommt, haben wir diese Verkehrswege in drei Stunden komplett abgestreut und freigeräumt.“ Das Land hat sich jetzt zunächst mit 30.000 Tonnen Streusalz eingedeckt, sagt Minister Meyer. Damit sollen die
535 Kilometer Autobahnen und das insgesamt 7600 Kilometer lange Netz an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen bis zum Frühjahr von Schnee und Eis befreit werden. Falls diese Menge nicht ausreichen sollte, könnte relativ schnell nachbestellt werden. „Wir haben bereits entsprechende Verträge mit den Zulieferern abgeschlossen.“ Die Lager seien jedenfalls alle voll, wie das in Quickborn, wo jetzt 1000 Tonnen Streusalz lagern.
Der Einsatz seiner Leute, die direkt von der Autobahn-Anschlussstelle Quickborn aus starten, sei bis ins kleinste Detail abgestimmt, erklärt Putzer. So würde bei einsetzendem Schneefall ein Fahrzeug in Richtung Schnelsen losfahren, um von dort in Richtung Norden bis Bad Bramstedt weiterzufahren. Gleichzeitig fahre ein zweites Fahrzeug über die Autobahn 7 nach Neumünster und wieder zurück nach Quickborn. Während ein drittes Fahrzeug die Anschlussstellen und Parkplätze an der Autobahn schnee- und eisfrei mache.
Für die Mitarbeiter bedeute dies Schwerstarbeit, wie Straßenwärter Denis Gadomski sagt. „Am schlimmsten sind die Doppelschichten.“ Dann seien er und seine Kollegen nicht vier, sondern bis zu zehn Stunden am Stück unterwegs. Und das rund um die Uhr. „Wenn Sie noch schlafen, sind wir schon auf der Straße“, sagt Mark Lewien. Der Anruf für den nächsten Einsatz könnte jederzeit auch am Wochenende erfolgen. Dann müssten sie sofort ausrücken. Eine Vorlaufzeit gibt es nicht. Für die Straßenwärter ist es der letzte Winter auf der Autobahn. Nächstes Jahr übernehmen private Kräfte den Winterdienst, weil im Zuge des Autobahnausbaus zwischen Hamburg und Bordesholm auch Betrieb und Unterhaltung privatisiert worden sind. Zurzeit läuft das Ausschreibeverfahren. (bf)
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