Tangstedt: Pferdesteuergegner fordern Bekenntnis

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Anja Granlien und Tochter Mia Matilda (12) mit dem offenen Brief an SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz: 2111 gesammelte Unterschriften von Pferdesteuergegnern Foto: wb

Unterschriftenliste an SPD-Kanzlerkandidat Schulz geschickt

Tangstedt Die Niederlagen der SPD in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen schreiben sich die Gegner der in Tangstedt diskutierten Pferdesteuer auch auf ihre Fahnen. „Bei der Bundestagswahl im September könnten die Sozialdemokraten ähnlich schlecht abschneiden“, ist sich Anja Granlien sicher und hat einen offenen Brief an Kanzlerkandidat Martin Schulz geschickt: „Vier Millionen Reiterinnen und elf Millionen Reitsport-Interessierte in ganz Deutschland warten auf ein klares Bekenntnis zur Gerechtigkeit und einem Abrücken von der Pferdesteuer.“ 2111 Unterschriften sammelte die Dressurausbilderin und fragt: „Frauen zahlen für ihren Reitsport Kommunalsteuern und Männersportarten werden kommunal bezuschusst – ist das gerecht? Wie passt das zum Wahlkampfversprechen die wirtschaftlichen Verhältnisse anzugleichen?“ Die Pferdesteuerpläne der örtlichen SPD und BGT in Tangstedt sind nach Ansicht von Professor Dr. Jörn Axel Kämmerer von der Hamburger Bucerius Law School und von Professor Dr. Christian Winterhoff der Universität Göttingen aufgrund ihrer frauendiskriminierenden Wirkung verfassungswidrig und verstoßen gegen die Landesverfassung sowie gegen das Grundgesetz. Bürgermeister Norman Hübener (SPD) lässt derzeit die Einführung einer Pferdesteuer juristisch prüfen. (blu)
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