Therapeutische Hilfe für Kinder

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Leiterin Liane Simon: „Je früher Eltern mit ihren Kindern nach der Geburt zur Frühförderung kommen, desto größer sind die Chancen für eine erfolgreiche Therapie“ Foto: Fuchs

Diakonie Norderstedt übernimmt die Frühförderung in Quickborn

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt/Quickborn
Weil die Johanniter sich im vorigen Jahr aus diesem Bereich komplett zurückgezogen haben, ist jetzt für die betroffenen Eltern das Diakonische Werk des Kirchenkreises Hamburg-West/Südholstein eingesprungen. Von sofort an bietet die Diakonie jetzt ihre in Norderstedt seit vielen Jahren etablierte therapeutische Frühförderung für Kinder mit Entwicklungsstörungen auch in Quickborn an.

Kostenlose Beratung

Das Büro ist in der Hans-Heyden-Straße 2 in Quickborn neben der Kita Quickbelbü. Die Beratung für Eltern sei kostenlos, sagt die Leiterin Liane Simon. „Je früher Eltern mit ihren Kindern nach der Geburt zur Frühförderung kommen, desto größer sind die Chancen für eine erfolgreiche Therapie.“ Zurzeit werden bereits 20 Kinder in Quickborn im Alter bis sechs Jahre von drei Heilpädagoginnen betreut, erläutert Annette Grunwaldt, neben Simon die andere Leiterin der Frühförderung, die mit 40 Fachkräften – Sozial- und Heilpädagoginnen, Psychologen, Ergotherapeuten – in Norderstedt weitere 100 Kinder im Vorschulalter betreut und behandelt. Die ausgebildeten Therapeutinnen kämen dafür direkt in die Krippen und Kindergärten oder zu den betreuenden Tagesmüttern und ins Haus der betroffenen Kinder, um sie direkt vor Ort in ihrem Umfeld heilpädagogisch zu behandeln, erklärt die Diplompsychologin Grunwaldt.

Umfangreiche Hilfe

Die Kinder wiesen alle möglichen Formen von Entwicklungsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten, Syndrome, geistige oder körperliche Behinderungen auf. Einige seien auch Frühgeborene. Die Therapie umfasst spielerische Elemente wie auch Logopädie, Ergotherapie und Krankengymnastik. „Wir beraten die Eltern, Erzieherinnen und sorgen für Kontakt zu anderen sozialen Einrichtungen“, erklärt Annette Grunwaldt. Für die Johanniter habe dieses Angebot keinen Sinn mehr gemacht, berichtet der zuständige Regionalvorstand Kai-Uwe Preuß: „Wir mussten das Angebot aufgeben, weil es sich wirtschaftlich nicht mehr rechnete.“ Die hoch qualifizierten Mitarbeiterinnen seien zu hoch eingruppiert gewesen. So seien Verluste von bis zu 100.000 Euro im Jahr entstanden, die die Krankenkassen nicht übernommen hätten. Die betroffenen Mitarbeiterinnen seien aber alle woanders untergekommen, zumeist in der Flüchtlingshilfe, erklärt Preuß.

Kontakt bei der Diakonie für die Frühförderung: Telefon 040/823 157 5100
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