Thormählen: Mit 49 in Ruhestand?

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Torsten Thormählen bei seiner Amtseinführung 2010 Foto: rj

Beschluss für Abwahlverfahren gilt als sicher. Dann 20% nötig

Henstedt-Ulzburg. Die Entscheidung fällt am heutigen Mittwoch: 32 Gemeindevertreter stimmen im Rathaus bei ihrer letzten Sitzung vor der Kommunalwahl (26. Mai) darüber ab, ob das Abwahlverfahren gegen Bürgermeister Torsten Thormählen (49) eingeleitet wird. Der Beschluss ist mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der gesetzlichen Mitglieder (mindestens 22 Stimmen) zu fassen. Alle Fraktionen, das gilt als sicher, wollen dem FDP-Antrag zustimmen.

Im Amt unhaltbar

Die FDP-Fraktion hatte ihren Antrag damit begründet, dass der von der Staatsanwaltschaft gegen Thormählen beantragte Strafbefehl wegen Betruges und Veruntreuung zu Lasten der Gemeinde einen Verbleib im Amt nicht zuließe.
Bei einer Annahme des Antrages haben am 22. September, dem Tag der Bundestagswahl, die Bürger das Wort. Stimmen dann mehr als 20 Prozent der Wahlberechtigten (etwa 4400 Bürger) für eine Abwahl des seit 14 Monaten suspendierten Verwaltungschefs, tritt Thormählen sofort in den einstweiligen Ruhestand.

Volle Dienstbezüge

Für den Monat der Abwahl sowie für die folgenden drei Monate sind dann die vollen Dienstbezüge (ohne Aufwandsentschädigung) zu zahlen. Anschließend erhält Thormählen bis zum Ablauf seiner Amtszeit Mitte 2018 Bezüge in Höhe von 71,25 Prozent der ruhegehaltsfähigen Dienstbezüge.
Wird Thormählen abgewählt, wäre das innerhalb kurzer Zeit das zweite Mal im Kreis Segeberg. Vor zwei Jahren wurde Kaltenkirchens Bürgermeister Stefan Sünwoldt, gegen den allerdings kein disziplinarisches Verfahren lief, abgewählt. (rj)
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