Traditionelles Bierbrauen

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Dirk Paul produziert als Ein-Mann-Unternehmer seit April 2010 ein Pils, das er nach sich selbst benannt hat. Das elbPaul hat einen leicht herben Anfang und schmeckt im Abgang süffig. Sein Handwerk hat der Hamburger in der bayerischen Brauerei Neumarkter Lammsbräu erlernt. 30.000 Liter pro Jahr von elbPaul braut er mittels Kieselfiltration. Im Spätsommer will Paul zudem ein alkoholfreies Pils und ein Weizen herausbringen Foto: wb

17 Betriebe laden beim Craft Beer Day im Kulturwerk zur Verkostung ein

Von Victoria Kirjuschkin
Norderstedt
Laut Deutschem Brauer Bund trank jeder Bundesbürger im vergangenen Jahr im Schnitt 107 Liter Bier. Das Lieblingsgetränk der Deutschen wandelt sich dank der zunehmenden Beliebtheit von Craft Beer vom Durstlöscher zur Gourmetsache. Mit dem Fokus auf Genuss wollen Mikrobrauereien Liebhaber des Gerstensaftes mit handgefertigten Getränken in geringen Mengen, genannt Craft Beer, begeistern. Die Vielfalt des Getränkes ist bereits heute in den USA weit verbreitet. Nun wird das kleine Braugeschäft als Alternative zu Massenbieren, die in den großen Industriesudkesseln gebraut werden, auch in Deutschland immer beliebter. Vor allem in Großstädten wie Berlin und Hamburg eröffnen immer mehr Mikrobrauereien. 17 dieser Brauer präsentieren am Sonnabend, 21. März, 12 bis 20 Uhr, bei der Biermesse ihre Produkte. Auch Veranstalter Rajas Thiele, diplomierter Brauer, stellt auf der Messe das 65er Harksheider vor.

Viele Sorten testen



Gäste erhalten am Eingang gegen 5 Euro Pfand ein American-Lager-Glas, mit dem sich die Geschmackswelten entdecken lassen. Die Biere kosten an allen Ständen einen Euro für 0,1 Liter. Ein volles Glas (0,3 Liter) kostet 3 Euro. Zudem werden Snacks serviert und es gibt Live-Musik.

Brauer als Beruf


Die Vielfalt der Biere wird jedes Jahr größer. So gibt es mildes Mangobier (Ratsherren), Pale Ale, würziges Bockbier oder März-Bier. In der Weihnachtszeit Glühbier, ein Biermischgetränk mit Früchten, Gewürzen und Aromen. An der TU München testen Forscher das erste glutenfreie Bier aus Gerstenmalz. Nicht nur der Genuss auch die Fertigung von Bier fasziniert immer mehr Menschen. In der Berufsschule in Bremen können Interessierte im dualen System den Beruf des Brauers und Mälzers erlernen (Infos unter www.brauer-bund.de). Restaurants wie das Norderstedter Meilenstein (Rathausallee 60) bieten Bierseminare an, in denen auch die Kombination mit Käse oder Schokolade erörtert wird (Nächster Termin dafür: Sonnabend, 25. April, 040 / 30 98 70 01).

Weitere Infos zum Craft Beer Day im Kulturwerk am 21. März
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