Trauer um Archivar

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Manfred von Essen neben einem Exponat im Museum Foto: wb

Die Trauerfeier von Manfred von Essen findet am 9. Januar statt

Norderstedt Der langjährige Leiter des Stadtmuseums und Stadtarchivs, Manfred von Essen, verstarb nach langer schwerer Krankheit im Alter von 62 Jahren. Freunde, Kollegen und Bekannte, die von ihm Abschied nehmen wollen, sind am Freitag, 9. Januar, zur Trauerfeier eingeladen. Diese beginnt um 15 Uhr in der Hauskapelle des Bestattungsunternehmens Wulff & Sohn (Segeberger Chaussee 56).
Die Beschäftigung mit der sich rasant entwickelnden Geschichte seiner Stadt empfand von Essen zeitlebens nicht als Arbeit, sondern als Berufung. „Er verkörperte das geschichtliche Wissen von Norderstedt“, erinnert sich Gabriele Richter, Leiterin des Kulturbüros. Bereits 1978 begann von Essen mit dem Konzept für den Aufbau einer stadtgeschichtlichen Sammlung. Mit der Eröffnung in der ehemaligen Lehrerwohnung an der Schule „Weg am Denkmal“ 1980 wurde der Volkskundler bei der Stadt angestellt. Mit seinem Gedächtnis für Bilder und Fakten entwickelte er sich zu einem wandelnden Lexikon für Norderstedts Geschichte. 1992 promovierte von Essen über die Armenkolonie Friedrichsgabe. 1994 veröffentlichte er den ersten Band der Stadtgeschichte, zudem war an der Entwicklung der Geschichtspfade in Friedrichsgabe und Glashütte, unter der Regie des Heimatbundes, beteiligt. 2001 eröffnete das heutige Stadtmuseum beim Lüdemannschen Hof am heutigen Standort im Friedrichsgaber Weg. Gemeinsam mit Marlen von Xylander entwickelte der Volkskundler das Konzept und die dortige Ausstellung zur Entwicklung der Stadt. Manfred von Essen war gut mit anderen regionalen Museen und Archiven vernetzt und holte so auch zahlreiche Ausstellungen in „sein“ Stadtmuseum. (now)
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