Traum von Olympia

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Torsten Warner ist dieses Jahr in den Kreis der internationalen Schwimmkampfrichter aufgenommen worden Foto: Maibom

Torsten Warner ist als Wettkampfschiedsrichter erfolgreich

Norderstedt. Die Stadt Norderstedt hat einen echten Olympiakandidaten. Torsten Warner von der SG Wasserratten ist in den internationalen Kader der Schwimmkampfrichter berufen worden.
Damit hat der 43-Jährige Chancen, bei den olympischen Spielen teilzunehmen. „Rio 2016 ist aber noch zu früh. Schließlich bin ich ja erst dieses Jahr in den Fina-Kader aufgenommen worden“, sagt der Informatik-Ingenieur. Es gäbe schließlich eine ganze Reihe Kandidaten aus dem Bereich des Deutschen Schwimmverbandes, die schon mehr Erfahrung hätten. Aber Tokio in fünf Jahren könnte man ja schon mal ins Auge fassen. Jedenfalls wenn die Kampfrichterkarriere von Torsten Warner so wie bisher weitergeht.
1996 fand Warner den Weg zu den Kampfrichtern. „Ich hatte einfach Interesse, ob ich Kampfrichter werden könne. Also hab ich mal bei Peter Kühn, dem ehemaligen Vorsitzenden des Kreisschwimmverbandes, nachgefragt“, erzählt Warner. Kühn ließ sich natürlich nicht zweimal bitten. Junge Leute, die sich aus freien Stücken für eine Laufbahn als Offizielle entscheiden gibt es nicht wie Sand am Meer.
So wurde Torsten Warner 1996 Kampfrichter, 2002 Schiedsrichter. Seit 2005 gehört er zum Team des Landeskaders, 2009 wurde er ins DSV-Team berufen. Und dieses Jahr klopfte schließlich die Fina an.
Als Ausgleich zu seinen schwimmerischen Talenten, Warner war nie im Landeskader, will er seine Arbeit am Beckenrand aber nicht verstanden wissen. „Ich bin immer noch begeisterter Schwimmer im Breitensport und bin zweimal die Woche beim Training. Am Kampfrichterwesen hat mich schnell der tolle Teamgeist und die Gruppendynamik fasziniert“, sagt Torsten Warner.
Der Einstieg sei einfach. Man müsse kein Schwimmer sein, um bei den Kampfrichtern mitzumachen. „Oft sind es Eltern von Schwimmern, die in unser Team kommen“, weiß Torsten Warner. Man muss die Regeln lernen können und wollen. Dies allerdings schon bei Kreismeisterschaften. „Wie sollen wir einem Schwimmer klarmachen, dass er eine Technik auf Kreismeisterschaften anwenden darf, für die er bei weiterführenden Wettkämpfen disqualifiziert wird“, ist Warner gegen eine großzügige Regelauslegung bei Wettkämpfen auf unterem Niveau. Ganz abgesehen davon fänden so geschwommene Bestleistungen keine Anerkennung. Mit dieser Konsequenz hat es Warner inzwischen zum internationalen Kampfrichter gebracht. Und vielleicht wird er damit auch Norderstedts erster Olympionike dieses Jahrtausends. (tm)
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