Tunnel am Ochsenzoll ist fast fertig

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Der Tunnel an der Ochsenzollkreuzung ist fast fertig. Er wird im Herbst eröffnet, kündigt Fachbereichsleiter Mario Kröska an. Foto: Fuchs
 
Fachbereichsleiter Mario Kröska zeigt die Mega-Baustelle auf der Karte. Oben-Links: So soll der Tunnel aussehen, wenn er fertig ist. Fotos (3): Fuchs

Jetzt wird mit dem Bau des Kreisels begonnen

Norderstedt. Es ist Norderstedts Mega-Baustelle schlechthin. Seit mehr als drei Jahren wird die Ochsenzoll-Kreuzung in Norderstedt ausgebaut. „Ein Ende ist in Sicht“, sagt Mario Kröska, Fachbereichsleiter für Verkehr in der Stadtverwaltung.
Im August wird mit dem Bau des Kreisels begonnen, der zwei streifig befahrbar sein und einen Durchmesser von 50 Meter haben wird. Und ab September/Oktober soll dann der neue Tunnel befahrbar sein, der die Schleswig-Holstein-Straße mit der Langenhorner Chaussee in Nord-Süd-Richtung verbindet und jeweils eine drei Meter breite Fahrspur in beide Richtungen hat.
Die gesamte Kreuzung werde voraussichtlich im April nächsten Jahres fertig sein, kündigt Kröska an. Gut ein Jahr später als ursprünglich geplant. Aber die beiden extrem harten Winter 2010 und 2011 haben diesen Zeitplan über den Haufen geworfen. Aber jetzt klappt alles weitgehend am Schnürchen, freut sich der Chefplaner im Rathaus, der die Arbeit von einem Dutzend Ingenieurbüros und einem halben Dutzend Baufirmen koordinieren muss.
Neun Millionen der insgesamt 13 Millionen Euro Baukosten sind bereits verbaut. Eine Summe, die sich Stadt, Land und Bund jeweils etwa zu einem Drittel teilen. 16.000 Kubikmeter Erde wurden bewegt. Kröska ist fast täglich auf der Baustelle und schaut nach dem Rechten. Das Hauptproblem bei dieser Mega-Baustelle sei, dass der Verkehr auch während der Bauzeit fließen muss. Das allein verzögere die Arbeiten immens, erklärt er. Aber dieser Verkehrsknoten, der täglich 40.000 Fahrzeuge bewältigen muss und auch während der Bauzeit bewältigt, ist nun mal alternativlos für Norderstedt. Es gibt keine Ausweichstrecke. Das führe des Öfteren zu Staus und Zeitverzögerungen, sagt Kröska. Die meisten Autofahrer hätten dafür Verständnis. Ständig würden die Ampelschaltungen angepasst, damit die Standzeiten möglichst gering ausfallen. Eine Zeit lang waren davon vor allem die Linksabbieger von der Langenhorner in die Ohechaussee betroffen (das WochenBlatt berichtete).
Unfall-Schwerpunkt
Jetzt dauert es manchmal eine Viertelstunde, um von Norden aus über die Baustellenkreuzung in die Langenhorner Chaussee oder die Ohechaussee zu gelangen. Kröska sagt dazu: „Irgendwann muss jeder mal leiden.“ Einen Vorteil hat diese lange Bauzeit: Der ehemalige Unfall-Schwerpunkt ist seit drei Jahren unfallfrei. Nicht ein Arbeitsunfall habe sich ereignet, freut sich der Chef-Verkehrsplaner im Rathaus. Aus dem Kreisel heraus werden die Verkehrsteilnehmer in alle vier Richtungen fahren können, so dass es neben dem Tunnel jeweils zwei weitere Fahrspuren in nördlicher und südlicher Richtung geben wird. Wer aus dem Tunnel kommt, hat Vorfahrt. Fußgänger passieren die Mega-Kreuzung in Ost-West-Richtung auf beiden Seiten, für die Nord-Süd-Richtung steht ein Fußgängertunnel in Höhe der Tarpenbek zur Verfügung. Der Kreisel wird zudem etwa 1,80 Meter über dem bisherigen Straßenniveau liegen, erklärt Kröska. Das sei notwendig, um den Tunnel und die zahlreichen Versorgungsleitungen für Wasser, Strom, Telekommunikation und Kanalisation vernünftig bauen zu können. Und den Tunnel ziert zu beiden Seiten bei der Einfahrt das Stadtwappen von Norderstedt. Sogar die Lärmschutzwände hat Kröska in den Stadtfarben Rot, Blau und Weiß ausgewählt. (bf)
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1 Kommentar
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Andreas Pfeiffer aus Henstedt-Ulzburg | 09.10.2012 | 14:04  
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