Umwelt schonen und sparen

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Birgit Farnsteiner, die das B.A.U.M.-Zukunftsprojekt in Norderstedt betreut, und Energiemanager Olaf Dierks, der die leistungsstarken Pumpen im Rathaus zeigtFoto: now

Norderstedt macht bei bundesweitem Klimaschutzprojekt B.A.U.M mit

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt. 50 Watt verbraucht eine herkömmliche Pumpe, um etwa zehn Heizkörper eines Einfamilienhauses mit Wärme zu versorgen. Eine der fünf Hochleistungspumpen, die nun im Norderstedter Rathauskeller stehen, verbraucht nur 84 Watt, schafft es aber, 500 Heizkörper zu erwärmen.

Arbeitskreis für Umwelt-Management

Durch den Einbau von diesen Hocheffizienzpumpen ergibt sich ein enormes Einsparpotenzial für Bürger, Unternehmen, aber auch kommunale Einrichtungen, behauptet Professor Dr. Maximilian Gege vom Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.). Norderstedt ist als eine von drei Pilotkommunen für den B.A.U.M.-Zukunftsfonds ausgewählt worden. Prof. Gege erklärt warum: „Norderstedt hat eine funktionierende Abteilung zum Klimaschutz und einen Oberbürgermeister, der dahinter steht.“
Nach dem Konzept des Zukunftsfonds werden zunächst Einsparmöglichkeiten in der Stadt gesucht und bewertet. Es soll ermittelt werden, wie schnell sich diese Energieeffizienzmaßnahme wirtschaftlich rechnet.

Energiesparen als Geldanlage

Vor allem Unternehmen und städtische Einrichtungen sollen laut dem Konzept von B.A.U.M. ihren Energiebedarf überprüfen. Moderne Pumpen, LED-Beleuchtung und neue Heizungsanlagen sollen helfen, Energie einzusparen. Bis zu 30 Prozent weniger Energiekosten wären dabei laut Gege durchschnittlich erreichbar.
Auch in Einfamilienhäusern können Energiesparmaßnahmen aus dem B.A.U.M.-Katalog helfen, den Verbrauch zu senken. Wenn der Maßnahmenkatalog steht, soll ein regionaler Fonds aufgelegt werden. Vor allem Bürger und Anleger vor Ort sind angesprochen, in Klimaschutzmaßnahmen in Norderstedt zu investieren.
Durch die Einsparungen verspricht B.A.U.M. eine Rendite von drei bis fünf Prozent. Für Norderstedt rechnet Professor Gege mit einem Fond in zweistelliger Millionenhöhe. Die laufend eingesparten Energiekosten der finanzierten Maßnahmen sollen dabei die Rendite und die Anschaffungskosten innerhalb eines überschaubaren Zeitraumes finanzieren.

Info-Veranstaltung demnächst geplant

Birgit Farnsteiner ist Koordinatorin für Klimaschutz im Rathaus und aktuell dabei, die für Ende Februar/Anfang März geplante Auftaktveranstaltung vorzubereiten, die die Einwohner über dieses Projekt informieren soll. „Der Fonds bietet uns die Chance, den Unternehmen etwas dafür anzubieten, sich beim Klimaschutz zu engagieren“, so Farnsteiner. „Und die Bürger, können sehen, wofür ihr Geld in Norderstedt investiert wird.“ Auch die Stadt wird weitere Einsparpotenziale prüfen.
Patrick Wallukat, zuständig für die Heizungs- und Sanitärtechnik der städtischen Einrichtungen, betreut im Heizkeller unter dem Rathaus die bisher angeschafften fünf Hocheffizienzpumpen, neben drei elektronischen gibt es auch noch fünf ältere Pumpen mit erheblich höherem Energieverbrauch. Mit dem Fonds könnten hier auch für die Stadt selbst schnell Einsparmöglichkeiten ohne eigene Investitionen genutzt werden.
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