Verdächtige Fässer

Anzeige
Spezialisten für Gefahrenstoffe der Feuerwehr untersuchten den Inhalt der Fässer vorsichtig. Eine eindeutige Analyse gelang ihnen nicht, sie konnten aber einen fauligen Geruch feststellen Fotos: Büh

Behälter auf Kleingarten-Areal entdeckt. „Fauliger Geruch“

Norderstedt-Garstedt. Helmut Lange, stellvertretender Vorsitzender des Kleingärtnervereins Garstedt, staunte nicht schlecht, als er zwei gelbe Fässer vor dem großen Gartentor am Vereinsheim entdeckte. Was sich in den verschlossenen Tonnen, die offenbar voll sind, befindet, wird nun ermittelt..
Lange hatte gerade sein Auto auf dem Parkplatz abgestellt, als er die Fässer entdeckte - nicht weit davon entfernt liegt auch der Kinderspielplatz. Sofort rief er die Polizei. Gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Norderstedt wagten sich die Beamten heran: Das Gelände an der Niendorfer Straße wurde daraufhin abgeriegelt.
Da niemand wusste, wie gefährlich der Inhalt der Fässer ist, untersuchten die Feuerwehrleute diese im Vollschutz. Fünf Kameraden aus Garstedt und Friedrichsgabe waren in der Kleingartensiedlung im Einsatz. „Auch der Gefahrstoffzug war vor Ort“, berichtet Matthias Huhn, stellvertretender Gemeindewehrführer Norderstedt. Weiße Etiketten auf den Fässern waren zum Teil abgekratzt. Ein Hinweis auf den Inhalt fehlte. Der Geruch bei der Probenentnahme jedoch deutet auf eine faulige, gasige Flüssigkeit hin.

Weiß ein Mitglied des Vereins mehr?

Die Laubenpieper unterhalb der Einflugschneise des Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel bewirtschaften 213 Gärten, der Verein hat 304 Mitglieder. Ob einem von ihnen die Fässer gehören, wird derzeit noch geklärt. „Unsere Leute dürfen keine Chemikalien im Garten nutzen“, sagt Lange. Die Feuerwehrleute verpackten die Fässer sicher und brachten sie zum Recyclinghof in die Oststraße. Die Polizei hat nun Strafverfolgungsschritte eingeleitet und eine Anzeige gegen Unbekannt gestellt.
Helmut Lange, der Vorsitzende des „Kleingärtnerverein Garstedt e.V. von 1923“, macht sich Sorgen um seine Gesundheit. „Ich habe da einmal dran geschüttelt, wollte sehen, wie viel darin ist. Nun ärgere ich mich darüber. Aber im ersten Moment macht man ja häufiger Dinge, die man danach bereut“, so der 60-Jährige. (büh)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige