Vorbildliche Altenpflege

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Sozialministerin Kristin Alheit: Die Altenpflegekräfte leisten täglich wertvolle Arbeit.Foto: Fuchs

Altenheim und Ausbildungszentrum erhalten 1. Preis

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt/Kiel. Der diesjährige Altenpflegepreis des Sozialministeriums geht nach Norderstedt. So hat jetzt die neue Sozialministerin Kristin Alheit das Altenheim Scheel und das Norderstedter Institut für berufliche Aus- und Fortbildung (IBAF), das Altenpflegekräfte schult, mit dem mit 3000 Euro dotierten Preis ausgezeichnet.
Das eingereichte Schulprojekt „Transparenz schaffen – im Umgang mit dem Sterbeprozess“ trage in vorbildlicher Weise dazu bei, die bei Tod und Sterben oft vorhandene Sprachlosigkeit zu überwinden, lobte die Ministerin.
So hatten sich die Altenpflegeschülerinnen in Theorie (Schule) und Praxis (Altenheim) an dieses sehr sensible Thema herangewagt, erklären die beiden Projektleiterinnen Gabriele Lengefeldt von der Pflegeschule und Heimleiterin Siri Kudelka. Ziel sei gewesen, den fachlichen Erkenntnisstand im Bereich „Palliativ Care“ für Betroffene und Angehörige in stationären Einrichtungen aufzubereiten und besprechbar zu machen.
„Unsere Schülerinnen zeigten dabei eine hohe Sensibilität und lernten auch mit schwierigen Situationen umzugehen“, erklärt Lengefeldt. Sie erstellten Flyer mit den wichtigsten Informationen zur Sterbe- und Abschiedskultur. Dabei beschrieben sie auch, wie in anderen Kulturkreisen mit dem Sterben und Tod umgegangen wird.
„Wir freuen uns riesig über diese Auszeichnung“, sagt Preisträgerin Siri Kudelka, die Geschäftsführerin des Scheel-Altenpflegeheims und examinierte Krankenschwester ist. „Wir sorgen jetzt dafür, dass diese Arbeit nun auch kontinuierlich weitergeführt und in unserem Hause etabliert wird.“ Die enge Zusammenarbeit mit dem Schulungszentrum des IBAF in Norderstedt und die enge Verzahnung von Theorie und Praxis habe sich seit Jahren bewährt und verbessere die Ausbildung der Pflegefachkräfte.
So hatte sich das Altenheim Scheel bereits im Jahr 2004 gemeinsam mit dem IBAF um den landesweiten Altenpflegepreis beworben, sagt Gunnar Löwe, der diese Einrichtung, die 130 Bewohner von 80 Pflegekräften betreuen lässt, mit seiner Schwester Siri Kudelka leitet.
Sozialministerin Alheit lobte die Arbeit in den Pflegeeinrichtungen des Landes: „Pflegekräfte leisten täglich wertvolle Arbeit und Hilfe für viele pflegebedürftige Menschen. Sie verdienen unsere hohe Anerkennung.“ Darum solle der Altenpflegepreis beispielhafte Projekte in der Pflege in den Mittelpunkt rücken - auch damit andere von den Ideen der Preisträger profitieren könnten. Die 21 eingereichten Projekte hätten gezeigt, „wie vielfältig und mit welchem Einfallsreichtum sich in Schleswig-Holstein die Beteiligten für eine gute Pflege und Betreuung älterer Menschen stark machen“, so die Ministerin.
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