Vorfreude aufs Bier

Anzeige
Rajas Thiele (l.) und Hans-Joachim Grote begutachten die neue Technik des Brauhauses Foto: now

Norderstedter Vereinswirte fragen nach Norderstedter Gerstensaft

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt
Unter dem zukünftigen „etwas anderen Ratskeller“ der Stadt riecht es schon nach Hopfen – in der ehemaligen Kegelbahn an der Rathausallee stehen die nagelneuen Braukessel der „Hopfenliebe“ – Norderstedts neuem Brauhaus.
Erst am Abend vorher hat Diplom Bier-Sommelier Rajas Thiele die dritte Biersorte für das am 27. November öffnende Brauhaus angesetzt, das „65er Friedrichsgaber“, ein helles Bockbier. Im vergangenen Jahr gab es bereits mit dem „65er Harksheider“, einem obergärigen Pale Ale, einen ersten Versuch. Die 500 Liter des in den Hamburger Schanzenhöfen gebrauten sogenannten Craft-Bieres waren nach nur 19 Tagen ausverkauft. Für die Biermesse im März musste das Team um Thiele noch einmal nachbrauen.

Regionales Produkt soll Image stärken


Deshalb entsteht an der Stelle des ehemaligen „Kleinen Restaurant“ und des „Bargespräch“ jetzt das Brauhaus, das 27. in ganz Schleswig-Holstein. Dafür investieren die Mehrzwecksäle rund 400.000 Euro. Norderstedts Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote freut sich auf eine neue Attraktion für die Stadt: „Wir bekommen ein eigenständiges regionales Produkt für die Stadt - und wollen damit auch Geld verdienen.“ Denn die Mehrzwecksäle Norderstedt, unter deren Regie auch die „Hopfenliebe“ laufen wird, ist eine 100-prozentige Tochter der Stadt.
Grote verspricht sich einen Imagegewinn für Norderstedt, wenn zukünftig wöchentlich rund 500 Liter im Keller des Rathauses gebraut werden. Ausgeschenkt werden „Norderstedter Pils“, „65er Harksheider“ und „65er Friedrichsgaber“ zunächst nur im Brauhaus, bereits jetzt gibt es aber Anfragen vor allem von den Gastronomen in den Norderstedter Vereinslokalen. Außerdem will Thiele das Bier auch flaschenweise außer Haus verkaufen. Die Ticket-Corner, zurzeit noch am Ostende des Rathausplatzes, wird im Eingangsbereich des Brauhauses integriert. Dort kann das Norderstedter Bier auch tagsüber gekauft werden.
144 Plätze wird die Hopfenliebe bekommen. Im Sommer soll das Brauhaus einen größeren Außenbereich erhalten. Dazu soll sich das Brauhaus auch auf den Rathausmarkt ausdehnen dürfen. Eine „lockere Atmosphäre“ wünscht sich der Oberbürgermeister dort.
Neben den eigenen Biersorten will Thiele weitere neun Biere vom Fass und über 50 verschiedene Flaschenbiere anbieten. Traditoneller bayrischer Brauhaus-Stil kommt jedoch nicht in die Räume direkt am Rathaus: „Gemütlich aber modern wird es“, verspricht Thiele. Auch die Speisekarte soll zum Bier passen – Haxe und Sauerkraut kommt jedoch nicht mit drauf.
Viele Norderstedter sind offenbar schon neugierig auf das Brauhaus. „Wir hatten ständig Leute auf der Baustelle“, erzählt Rajas Thiele. Damit die Handwerker bis zur Eröffnung am 27. November, 16 Uhr, in Ruhe das neue Lokal im Vintage-Stil vorbereiten können, hat er nun doch die Eingangstür zugeschlossen.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige