Wacker geschlagen

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Frederik Hartz (r) im Zweikampf mit einem Magdeburger Kontrahenten. Der A-Jugendspieler warf vier Tore

HTN-Handballer spielten gegen Bundesligisten Magdeburg

Von Thomas Maibom
Norderstedt. Das war die beste Art, Norderstedter Handball-Fans auf die kommende Saison einzustimmen. Vor 1050 Zuschauern bestritt das neu formierte Handball-Team Norderstedt (HTN) das Erstrunden-Pokalspiel in der Moorbekhalle. Beim 26:45 gegen den Bundesliga-Achten SC Magdeburg (SCM) zeigten die Norderstedter guten Handball. Vor dem Anpfiff wurde die Geduld der Norderstedter auf eine harte Probe gestellt. Der SC Magdeburg steckte zweieinhalb Stunden im Stau fest. Erst mit einer dreiviertel Stunde Verspätung konnte das Spiel angepfiffen werden.
Keiner der 1050 Zuschauer musste sein Ausharren bereuen. Obwohl die Gäste aus Sachsen-Anhalt die halbe Bundesliga-Mannschaft zu Hause gelassen hatten, mit dabei war die halbe zweite Mannschaft, zeigten sie gleich von Anfang an tollen Handball. Für die Norderstedter gab es kein Durchkommen gegen die Gästedeckung. Auf der anderen Seite zeigte der SCM, wie man Angriffskombinationen ohne Fehler durchspielt und abschließt. Vor der Halbzeit hatte Norderstedt nicht viel zu melden. Aber die Zuschauer machten phantastisch Stimmung und bejubelten jedes der sieben Tore, die die Gastgeber vor der Pause erzielten, frenetisch.
Magdeburgs Trainer Frank Carstens fand für den zweiten Durchgang nachdenkliche Worte.
„In der 1. Halbzeit hab ich meine zweite Besetzung spielen lassen. Die Jungs haben das deutlich besser gemacht als meine erste Garde im zweiten Durchgang“, sagte Carstens. Gewann der SCM die ersten 30 Minuten noch 21:7, gingen die zweiten nur 24:19 aus. Thiago Santos mit insgesamt zehn Treffern und die beiden Youngster Benedict Oldag und Frederik Hartz mit je vier Treffern nutzten die Freiräume am besten.
HTN-Trainer Uwe Rogal war nicht der einzige, der mit der Leistung der Norderstedter zufrieden war. „Wir haben ein gutes Spiel gezeigt“, freute sich der Norderstedter Coach. Das Publikum, dass sich zwei Minuten vor Spielende von den Sitzen erhob und den Spielern bis zum Schlusspfiff Standing Ovations brachte, honorierte so den engagierten Auftritt der Gastgeber.
Frederik Hartz würde am liebsten die nächste Saison wieder mit so einem Pokal-Kracher eröffnen. „Das hat unglaublich viel Spaß gemacht“, fand der 18-Jährige. Doch für eine neue Chance müssen die Norderstedter erst einmal wieder Pokalsieger werden. Und die neue Saison in der Hamburg-Liga steht an. Nun hoffen die Verantwortlichen hinter dem Team, dass viele der Zuschauer auch bei den Ligaspielen den Weg in die Sporthalle finden. Die Eintrittspreise der Norderstedter sollten da jedenfalls nicht das Hindernis sein. Mit drei Euro für Erwachsene und einem Euro für Jugendliche sind diese sehr moderat gehalten. Und wer von den Jugendlichen in der HGN, NSV oder JSG Alstertal / Norderstedt spielt, kommt sogar umsonst rein.
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