Warn-Aktion erfolgreich

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Bis vor wenigen Wochen standen die Dialogdisplays auf der Poppenbüttler Straße. Wer schneller als 30 Stundenkilometer fuhr, wurde gewarnt Foto: blu

Weniger Raser und Lärm durch Dialogdisplays

Norderstedt. Ein Herr mit Schiebermütze legt den Finger auf die Lippen, ein Mädchen hält sich die Ohren zu. Ganz klar, ihnen ist es zu laut. Dieses Bild ist auf den speziell für Norderstedt angefertigten zwei Dialogdisplays zu sehen, die über drei Monate an der Poppenbütteler Straße im Einsatz waren.
Diese elektronischen Tafeln messen die Geschwindigkeit, zeigen sie an und reagieren unmittelbar. Wird die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit eingehalten, leuchtet der grüne Schriftzug „Danke“ auf. Wird zu schnell gefahren, mahnt ein rotes „Langsam“. Aus Lärmschutzgründen gilt in der Poppenbütteler Straße von 22 bis 6 Uhr morgens Tempo 30.

Autos fahren langsamer

„Dank der modernen Hinweistafeln sank die Durchschnittsgeschwindigkeit des nächtlichen Autoverkehrs und damit die Lärmbelastung der Anwohner erheblich“, berichtet Andreas Freude, Referent für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr. Waren die Autofahrer vor dem Einsatz der elektronischen Verkehrswächter durchschnittlich mit 45 Stundenkilometern unterwegs, bremsten sie mit deren „Unterstützung“ auf 36 Stundenkilometer ab. Knapp ein Viertel hielt sich ans Tempolimit – vorher waren es nur fünf Prozent. „Das ist ein voller Erfolg“, konstatiert Freude, „zumal nachts in dieser Straße etwa 1.500 Fahrzeuge unterwegs sind.“
Die elektronischen Tempo-Mahner, die die Stadt 10.000 Euro gekostet haben, gehören zu einem Maßnahmenpaket, das innerhalb des Lärmaktionsplanes realisiert wird. Die Geräte sind keine Blitzer, sie zeichnen lediglich Geschwindigkeiten und keine personenbezogenen Daten auf. Seit wenigen Wochen sind sie in Glashütte abgebaut und sollen nun den Autofahrern auf der Niendorfer Straße „einleuchten“. Mit Neugier wird Andreas Freude, Referent für Verkehr, verfolgen, ob sich eine bleibende Wirkung zeigt: „Mal sehen, ob sich das Tempo in der Poppenbütteler Straße allmählich wieder erhöhen wird. An einen dauerhaften Einsatz an einer Stelle denken wir ohnehin nicht, das würde nur zur Gewöhnung und nicht zum Erfolg führen.“ (blu)
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