Was Bürger wollen

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Etwa 100 Workshop-Teilnehmer diskutierten über die Ausgestaltung des neuen Baugebietes „Grüne Heyde“ Foto: blu

Plan für „Grüne Heyde“ entworfen

Norderstedt Etwa 100 Bürgerinnen und Bürger nutzten am Wochenende die Chance, an einem einzigartigen Projekt mitzuarbeiten: In einer „Perspektivwerkstatt“ konnten sie ihre Wünsche zur Planung des neuen Baugebietes „Grüne Heyde“ zwischen Mühlenweg und Harckesheyde vorbringen. „Auch für uns ist dieses Vorhaben ein Novum, denn die in Gruppen erarbeiteten Ideen über die Gestaltung der 47 Hektar großen Fläche gehen anschließend in die Planungen der Verwaltung ein“, erklärte Baudezernent Thomas Bosse, der sich mit dieser kooperativen Bürgerbeteiligung spätere Kritik im Laufe des weiteren Verfahrens ersparen möchte. Einzig die vorgegebenen Ziele waren zu berücksichtigen: Nachhaltigkeit, Erhaltung von Knicks und Grünzügen, unterschiedliche Wohn- und Bauformen für alle Sozialschichten, Bauhöhen maximal dreigeschossig plus Staffelgeschoss mit verdichteter Bebauung von Nord nach Süd - im oberen Teil am Mühlenweg sollen Einzel- und Doppelhäuser gebaut werden, Richtung Harckesheyde ist eher Geschosswohnungsbau geplant. Insgesamt sollen rund 600 Wohneinheiten entstehen. An Gruppenarbeitstischen wurde rege diskutiert – vor allem das Thema Mobilität. Der Tenor: Autos haben auf der „Grünen Heyde“ nur einen geringen Stellenwert bis gar keinen. „Die Verkehre in der Umgebung sind bereits eine große Belastung, deshalb wollen wir Autos aus dem Gebiet verbannen und setzen auf Carsharing und lediglich Radverkehr“, sagt Anwohnerin Kathrin Bohlmann. Wichtig war vielen Workshop-Teilnehmern, dass ein lebendiges Quartier für jung und alt entsteht – angedacht wurden ein Mehrgenerationenhaus, ein Begegnungszentrum mit Kita und Café am Rand des vorhandenen östlichen Grünzugs oder mittig im Gebiet sowie ein Jugendzentrum und eine Obstwiese. Auch über Nahversorgungsmöglichkeiten an der Harckesheyde, Tempo-30-Zonen und eine Sperrung des Mühlenwegs für Lkw sowie über eine enge Taktung der Buslinie wurde laut nachgedacht. Nun sind die Stadtplaner am Zug. Am Dienstag, 17.11., um 18 Uhr werden die von ihnen eingearbeiteten und visualisierten Konzepte öffentlich in der Grundschule Harksheide-Nord, Weg am Denkmal 9, präsentiert, ehe sie am 19. November der Politik vorgestellt und diskutiert werden. Im kommenden Jahr könnten entsprechende Baupläne erstellt werden; Baubeginn im ersten Abschnitt zwischen Mühlen- und Schulweg wäre frühestens 2017. (blu)
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