Was Jugendliche wollen

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Verena Grützbach, hier mit ihrem Hund Charly, setzt sich für die Umsetzung der Wünsche Jugendlicher ein.Foto: R. Jaeger

Verena Grützbach fragte genauer nach

Henstedt-Ulzburg. „Wenn die Jugend nicht zu unseren Sitzungen ins Rathaus kommt, dann gehen wir zu ihnen.“
Diese Motto hatte sich Verena Grützbach, pensionierte Lehrerin für Biologie und Chemie, auf die Fahnen geschrieben. Seit ihrer Pensionierung kümmert sie sich ehrenamtlich um die Jugendstiftung der Wählergemeinschaft (WHU).
„Wir sind alle gefordert, mehr zu leisten und die Jugendlichen für die Entwicklung des Ortes und der Gemeinschaft zu begeistern und zu gewinnen“, sagte Verena Grützbach, die auch stellvertretende WHU-Vorsitzende ist.

Klare Wünsche an Politik

Verena Grützbach freute sich, dass bei den Jugendlichen durchaus klare Vorstellungen und Wünsche an die Politik erkennbar seien. Dies fand die Ehrenamtlerin auf einem Informationsabend im Bürgerhaus heraus.
„Ist unsere Gemeinde attraktiv genug für junge Menschen, die hier später einmal mit ihrer Familie leben möchten?“
Diese Frage stieß auf großes Interesse und auch interessante Antworten. So wünschen sich viele junge Menschen ein ländliches Umfeld, mit Kontakt zu den Nachbarn und ortsbildprägenden, alten Gebäuden. Der Ort, in dem die Jugendlichen leben wollen, sollte Charme haben, grün und ruhig sein. Zudem sei eine gute Verkehrsanbindung an die nahe gelegene Großstadt Hamburg wichtig.

Bessere Radwege

Beim Infoabend war auch Raum für Kritik. Die Schüler bemängelten, dass die Schulbusse ständig überfüllt seien, sie erwarten bessere Radwege und mehr Sicherheit und Kontrolle bei Besuchen der Diskotheken im Gewerbegebiet Nord und beim Alsterbetonwerk. Auch sei ihnen der Weg zu den Kinos in Norderstedt oder Quickborn zu weit. Bedauernswert sei die Schließung des Coffeeshops an der Hamburger Straße. Das sei ein idealer Treffpunkt gewesen, wo sich junge Menschen bei einer Tasse Kaffee unterhalten oder kostenlos Zeitung lesen konnten. Auch wünschten sie sich im Hochsommer im Naturbad Beckersberg längere Öffnungszeiten.

Positive Seiten

Es gab aber auch viel, was Jugendliche an ihrer Heimat gut fanden: Die Unterstände als Treffmöglichkeiten fanden viele gut, die Bahnhofsanbindung sei nahezu optimal.
Zudem wünschten die Teenager sich, dass das Biotopgebiet nahe der Pinnau erhalten bleiben und nicht wie geplant bebaut werden sollte. Verena Grützbach versprach die Anregungen in die politische Arbeit einzubeziehen: „Da haben wir ja einiges tun. Wir werden sehen, was wir erreichen können.“ (rj)
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