Welche Frau geht nach Kiel?

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CDU-Kandidatin Katja Rathje-Hoffmann mit Uwe Matthes (links) und Fraktionschef Günther Nicolai. Foto: Fuchs
 
SPD-Kandidatin Katrin Fedrowitz mit Spitzenkandidat Torsten Albig. Foto: Fuchs

Katrin Fedrowitz (SPD) und Katja Rathje-Hoffmann hoffen auf Direktwahl

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt. Endspurt im Landtagswahlkampf. CDU-Kandidatin Katja Rathje-Hoffmann (48) aus Nahe will ihr Landtagsmandat verteidigen, das sie vor drei Jahren von Manfred Ritzek übernommen hatte.
Die SPD-Parteivorsitzende Katrin Fedrowitz (39) möchte es ihr streitig machen und wieder an jene Zeit anknüpfen, als mit der früheren Gesundheitsministerin Heide Moser das Direktmandat in Norderstedt jahrzehntelang an die SPD ging.
Fast täglich sind die Kandidaten unterwegs, um Stimmung für sich zu machen. Katja Rathje-Hoffmann hat sogar 2000 kleine Bonbons mit ihrem Konterfei gebastelt, die sie nun im Wahlkampf an die Bürger verteilt. „Das waren sechs Wochen Arbeit für mich und meinen Mann.“ Natürlich setzen und hoffen die Kandidaten auf reichlich Prominenz aus Berlin und Kiel. Fedrowitz holte jüngst Ralf Stegner und Spitzenkandidat Torsten Albig nach Norderstedt.
Für Montag, 30. April, erwartet Rathje-Hoffmann Kanzlerin Angela Merkel, die von 19 Uhr an im Norderstedter Stadtpark reden wird. Anschließend würde sie mit ihren Parteifreunden auf dem „Blütenzauber-Ball“ in der TriBühne in den Mai tanzen. „Das wird ein langer Abend“, ahnt Rathje-Hoffmann.
Die gelernte Radio- und Fernsehtechnikerin Rathje-Hoffmann, die bis 2009 Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Itzstedt war und drei Kinder hat, will sich als Landesvorsitzende der Frauen-Union vor allem für eine „moderne Frauenpolitik“ einsetzen. Fedrowitz hat sich vorgenommen, mehr Zuschüsse für die offenen Ganztagsschulen im Landesetat einzuwerben, da die Landesförderung für die Horte rückläufig sei. Auch die Kooperation der Stadtwerke mit der Fachhochschule Lübeck wolle sie von politischer Seite forcieren. Nach aktuellen Umfragen hat weder die CDU noch die SPD eine Chance, alleine zu regieren. Deshalb setzen beide die Hoffnung auf die Grünen als Koalitionspartner. „Unser aktueller Partner ist ja zurzeit etwas schwach auf der Brust“, gibt Rathje-Hoffmann zu. Bei der Landtagswahl 2009 siegte die CDU im Wahlkreis Norderstedt bei den Zweitstimmen mit 13.749 Stimmen (31,6 Prozent) vor der SPD mit 11.508 Stimmen (26,4 Prozent). Das Direktmandat gewann Rathje-Hoffmann mit fast 3000 Stimmen Vorsprung vor Heiner Köncke (SPD) mit 37,7 zu 30,8 Prozent. (bf)


Wahl-O-Mat

Elf Parteien, 38 Thesen und die Einladung, sich mit den Positionen der politischen Parteien in Schleswig-Holstein zu beschäftigen: Mit dem Wahl-O-Mat können die Wählerinnen und Wähler testen, welche der zur Wahl zugelassenen Parteien ihnen am nächsten stehen. Die aktuelle Version des Wahl-O-Mat zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein ist ab sofort unter »www.wahl-o-mat.de« online. Der Wahl-O-Mat Schleswig-Holstein ist in Zusammenarbeit der Landeszentrale für politische Bildung (bpb), des Landesjugendrings Schleswig-Holstein und der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb entstanden. Alle Parteien, die zur Landtagswahl antreten, haben sich im Vorfeld zu den 38 Thesen der Schleswig-Holsteiner Wahl-O-Mat-Jugendredaktion geäußert. Jetzt sind die Wählerinnen und Wähler an der Reihe. Seit 2002 ist der Wahl-O-Mat der bpb im Einsatz, um insbesondere junge Wählerinnen und Wähler zu informieren und zu mobilisieren. „Der Wahl-O-Mat hat sich inzwischen zu einer festen Größe für politische Information im Vorfeld von Wahlen etabliert“, so Thomas Krüger, Präsident der bpb. Bei der letzten Landtagswahl in Schleswig-Holstein wurde das interaktive Informationsangebot knapp 71.000 Mal genutzt. Zur Bundestagswahl 2009 wurde es 6,7 Millionen Mal gespielt. (pi)

Der Wahl-O-Mat ist online unter http://www.wahl-o-mat.de
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