Zu viel Glas in der Restmülltonne

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Werner Kurzewitz und Frank Dreyer (v.l.) Mitarbeiter im Betriebsamt Norderstedt Foto: now

Betriebsamt will Entsorgung von Flaschen und Gläsern ab 2016 ausweiten

Norderstedt Die Einwohner trennen, was sie nicht mehr brauchen, sorgfältiger – das hat die Hausmüllanalyse ergeben, die das Betriebsamt in Auftrag gegeben hat. Gegenüber 2012, als das erste Mal der Inhalt der Tonnen überprüft wurde, ist der Restmüll auf 10.728 Tonnen (2014) gesunken. Das sind mehr als zehn Prozent weniger. Und es ist weniger in den Tonnen, was dort nicht reingehört. „Wer richtig trennt, spart Geld und schont die Umwelt“, sagt Werner Kurzewitz, Mitarbeiter im Betriebsamt. Das Amt bietet deshalb auch kleine Mülltonnen mit 40 Litern an, die nur einmal monatlich geleert werden. Kosten dafür: 2,30 Euro/Monat.
Eine normalgroße Tonne mit 120 Litern im üblichen 14-tägigen Rhythmus kostet dagegen 10,85 Euro/Monat. Kurzewitz ist vor allem begeistert, dass der Anteil an kompostierbarem Abfall in der Restmülltonne jetzt unter 30 Prozent und damit weit unter dem Bundesdurchschnitt liegt. Ebenfalls rückläufig ist der Anteil an Kunststoffen. Seit 2014 werden in Norderstedt – bundesweit einzigartig – in der gelben Tonne auch Kunststoffe und Metalle eingesammelt, die nicht den grünen Punkt als Umverpackung tragen. Das entlastet die Restmüllmenge spürbar. Statt 1.170 Tonnen landeten nur noch 848 Tonnen im Restmüll.
Sorgen bereitet Werner Kurzewitz und Frank Dreyer, Projektleiter im Betriebsamt, aber der Glasabfall. „Wir haben 27 Wertstoffinseln in der Stadt“, sagt Dreyer. Trotzdem landeten im Jahr 2014 ingesamt 13 Prozent mehr Glasabfälle in den Restmülltonnen. Das sind 1.640 Tonnen. Dreyer: „Wir wollen die Entsorgung ausweiten.“ Ab 2016 wird ein neuer Entsorgungsbetrieb den Glasmüll abholen, das Betriebsamt prüft bereits neue Standorte. Doch das ist laut Frank Dreyer nicht so leicht, da die Abholung von Glasmüll laut ist.
Für Textilien verteilte die Stadt Norderstedt spezielle Säcke, in die saubere und neuwertige Kleidung verpackt und bei Hempels Gebrauchtwarenhaus abgegeben werden kann. Zudem gibt es 19 Wertstoffinseln mit Textilsammelbehältern. (now)
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