Tierheim kann bald Blockhaus bauen

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Oben: Inge Triesch aus Henstedt-Ulzburg mit ihrem Zwergspitz „Gino“, den sie im Tierheim Westerwohld adoptiert hat. Links: Felina Peters (10) aus Henstedt-Ulzburg möchte demnächst im Tierheim mithelfen. Scheidungshund „Franze“ hat sie schon in ihr Herz geschlossen.Foto: yr

Frühschoppen: Besucher konnten sich informieren

Henstedt-Ulzburg. Für das Tierheim Westerwohld gab es gleich mehrere Gründe zum Feiern: Die Vermittlung der Tiere laufe sehr gut und die Erweiterung der Räumlichkeiten um ein Blockhaus könne demnächst dank Fördermitteln folgen. Dies feierte das Team um Tierheimleiterin Sylvia Rückert erstmals mit einem Frühschoppen.
Für das Blockhaus wurden seit einem Jahr Spenden gesammelt. „Wir haben zudem Fördermittel beantragt, die uns jetzt bewilligt wurden“, erläuterte Rückert. Es handle sich um eine fünfstellige Summe. „Damit bekommen wir endlich einen eigenen Raum, um darin Tierschutz-Seminare und interne Schulungen abhalten zu können.“ Auch für die Jugendarbeit soll das Haus genutzt werden.
Die Gäste hatten beim Frühschoppen die Möglichkeit, sich über die derzeitigen Bewohner des Heims zu erkundigen. Besuchermagnet waren die acht Hunde. Vor allem „Puh Bär“, ein zehnjähriger Rüde, bewegte die Herzen. „Dieser Hund wurde vor sechs Monaten bei uns abgegeben, weil sein Besitzer gestorben ist“, erzählte Sylvia Rückert. „Puh Bär“ war damals deutlich untergewichtig und hatte Schmerzen beim Laufen. Bei der ärztlichen Untersuchung kam heraus, dass der Hund unter Arthrose, einem älteren Bandscheibenvorfall und Hodenkrebs im Anfangsstadium litt. „Sein Besitzer hat ihn zehn Jahre lang im Freien an der Kette gehalten“, so Rückert. Mittlerweile gehe es ihm viel besser und er sei richtig lebhaft geworden. „Puh Bär“ habe noch nie in einem Haus gelebt oder auf einer Couch gesessen, erklärte die Tierheim-Leiterin. „Wir suchen für ihn eine Pflegestelle, damit er die letzten Monate seines Lebens erfahren darf, wie sich ein Familienleben anfühlt. Allerdings sollte es ein Zuhause ohne Treppen sein.“ Der große, braune Mischlingshund sei kinderlieb, stubenrein und verstehe sich mit Artgenossen.
Eine Familienzusammenführung gab es auch. Zwergspitz „Gino“, der einige Zeit im Tierheim Westerwohld gelebt hatte, bevor er von Inge Triesch aus Henstedt-Ulzburg übernommen worden war, traf seine Schwester „Rana“ und seinen Vater „Eckart“ wieder. Hundezüchterin Birgit Schreinert kam extra aus Schönberg, weil sie nach langer Suche erfahren hatte, dass „Gino“, ein Hund aus ihrer Zucht, in Henstedt-Ulzburg gelandet war. Die vorherige Besitzerin hatte den Zwergspitz ins Tierheim gebracht, ohne die Züchterin darüber zu informieren.
Sylvia Rückert und ihr Team zeigten den Gästen gerne, wie sie arbeiten. „Wir haben viel Neues geschafft. Zum Beispiel sind die Hundeausläufe jetzt alle mit Sand belegt“, erklärte die Tierheimleiterin. Entgegen bestehender Gerüchte gehe es dem Verein Tierschutz Westerwohld gut, betonte sie. „Wir sind nicht pleite, sondern gut aufgestellt.“ In diesem Jahr hat das Tierheim bisher 105 Katzen und 65 Hunde vermittelt. (yr)
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