Fahrfehler, die tödlich enden

Anzeige
Ende 2013 verunglückte ein Ferrari, die Beifahrerin starb.

Bilanz: 1654 Unfälle auf Norderstedts Straßen. Vier Menschen starben

Norderstedt. Weil der Fahrer eines Ferrari beim Abbiegen aus einer Seitenstraße auf die Schleswig-Holstein-Straße nicht aufmerksam war, starben dort kurz vorm Jahreswechsel zwei Menschen. Auch am vergangenen Wochenende verunglückte ein 84-Jähriger tödlich, als er seinen Wagen unvorsichtig wendete und ihn ein Lkw rammte.
Diese Beispiele führt Kai Hädicke-Schories von der Polizei Norderstedt als exemplarisch für viele Unfälle an, die sich im letzten Jahr auf den Straßen Norderstedts ereigneten. Denn meistens waren Fahrfehler die Hauptunfallursache.„Diese führten zu mehr Unfällen und Verkehrstoten“, resümierte er. So ereigneten sich 2013 insgesamt 1.654 Unfälle, das sind 212 mehr als im Vorjahr. Vier Menschen starben, 437 wurden verletzt. Das sind vier Prozent mehr als 2012. Die Hauptursache sieht der Verkehrsexperte im Fehlverhalten von Auto- und auch Radfahrern.
„Bei jedem fünften Unfall sind Radfahrer beteiligt, und meistens haben sie mindestens Mitschuld“, so Hädicke-Schories. An einigen Punkten in der Stadt sieht die Polizei allerdings auch, dass oft Unfälle mit ähnlichen Ursachen passieren. So wurde die Kreuzung Ulzburger Straße/Waldstraße durch die Ampellösung endlich problemlos. „Die 160.000 Euro haben sich gerechnet“, bescheinigt die Polizei der Verwaltung und Politik. Handlungsbedarf sieht die Polizei an der Kreuzung Schleswig-Holstein-Straße/Stormarnstraße. „Links Richtung Stadtpark passieren auffällig oft Unfälle“, hat die Polizei festgestellt. „Wenn zukünftig die Poppenbütteler Straße verschwenkt wird und direkt in die Stormarnstraße führt, wird auch ein Unfallschwerpunkt entfernt“, sagt Hädicke-Schories und begrüßt einen zügigen Umbau. Dagegen sieht Hädicke-Schories trotz der tödlichen Unfälle die Schleswig-Holstein-Straße nicht als „Todesstrecke“, wie die Bundesstraße jüngst tituliert wurde.
„Eine Veränderung dort muss man im Gesamtkonzept sehen“, so der Experte und verweist auf die Parallelstrecke. Denn die Ulzburger Straße zählt mit 111 Unfällen 2013 zu den unfallträchtigsten Straßen Schleswig-Holsteins. (now)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige