Aufstieg in die erste Liga

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Größter Erfolg in der Geschichte des SK Norderstedt. Aljoscha Feuerstack, Oliver Zierke, Michael Kopylov, Falko Meyer, Arne Jochens, Suren Petrosyan (hinten von links) sowie Viktor Polischuk, Marta und Christian Michna (vorne von links) schafften den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Foto: Maibom

Norderstedter Schachklub ist Sieger auf ganzer Linie

Norderstedt. Die Stadt aus der Hamburger Peripherie hat ihren zweiten Erstligisten. Nach einem 5:3 Erfolg über den SSC Rostock 07 steigt der Norderstedter SK in die erste Schach-Bundesliga auf.
Zweieinhalb Punkte brauchten die Norderstedter aus der letzten Begegnung. Den ersten halben holte Suren Petrosyan bereits nach 20 Minuten. An Position drei spielend bot er seinem Gegner Professor Robert Jaster das Unentschieden an, das dieser annahm. „Ich hatte mich sechs Stunden auf einen ganz anderen Gegner vorbereitet. Zudem spielte ich mit den schwarzen Steinen. Und da heute jeder halbe Punkt zählt, wollte ich meinen Beitrag leisten und nicht zu viel riskieren“, sagte Petrosyan nach dem schnellen Unentschieden. Unentschieden spielten auch Spizenspieler Michael Kopylov, Aljoscha Feuerstack, Marta Michna und Falko Meyer. Siege konnten Christian Michna und Arne Jochens erringen. Aus den neun Partien holten die Norderstedter damit 14 Siegpunkte und 44 Brettpunkte. Zweiter wurde der SV Werder Bremen (14 / 41,5) vor SC Neukloster (13 / 43).
Nach den Bogenschützen der SG Norderstedt sind die Schachspieler der zweite Verein aus Norderstedt, der dieses Jahr den Aufstieg in die 1. Bundesliga schafft. Doch während die Bogenschützen wegen des großen organisatorischen Aufwandes keinen Heimwettkampf bestreiten werden, sind bei den Schachspielern ein bis zwei Heimauftritt im Programm. Vier Teams werden an einem Wochenende jeweils zwei Spiel austragen. Für diese Wettkämpfe sucht der SK Norderstedt noch nach einem geeigneten Ambiente. „Die Vorgaben durch den Deutschen Schachbund sind hoch“, weiß Rüdiger Schäfer, Vorsitzender des SKN. Die üblichen Räumlichkeiten im Rathaus, in denen die Denksportler ihre Wettkämpfe ausrichteten, sind nicht groß genug. Schäfer würde gerne im Rathaus bleiben. „Es wäre ein wahrlich erstligareifen Ambiente, wenn wir die Wettkämpfe im Ratssaal durchführen dürften“, sagt Schäfer auf Unterstützung der Politik hoffend. Unterstützung brauchen Schäfer und sein Bundesligateam auch finanzieller Seite. Rund 20.000 Euro koste eine Spielzeit in der
1. Bundesliga. Dafür brauchen die Norderstedter Sponsoren. Der Verein, der etwa 60 Mitglieder hat, kann diese Summe nicht aus eigenen Mitteln stemmen. Dafür wird es wahrscheinlich Hilfe vom Hamburger SK geben. Der gestandene Bundesliga-Verein könnte dem Aufsteiger das nötige Equipment wie internettaugliche Bretter zur Verfügung stellen. Diese Überlegungen standen aber nach der letzten Partie gegen Rostock im Hintergrund. Schäfer hatte das gesamte siegreiche Team zu sich nach Hause zum Saisonabschlussgrillen eingeladen. „Nächste Saison darf es nach jedem der 15 Spieltage solch ein abschließendes Grillfest geben“, sagte Suren Petrosyan lachend.
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