Drei Titel auf einmal gewonnen

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Zum ersten mal war die elfjährige Dana Bielfeldt von der SG Wasserratten bei den Kreismeisterschaften „Lange Strecke“ dabei. Foto: Maibom.

Nina Siebke und Dominik Röhe schwammen am schnellsten

Norderstedt. Jedes Jahr im November treffen sich die Schwimmer aus dem Kreis Segeberg, um in Kaltenkirchen ihre Kreismeister in den Königsklassen im Schwimmsport zu ermitteln. Als „Königspaar“ kamen Nina Siebke und Dominik Röhrig aus dem Wasser. Die beiden Schwimmer der Wasserratten gewannen jeweils drei Titel.
Bei den Kreis- und Kreisjahrgangsmeisterschaften „Lange Strecke“ werden nur drei Disziplinen geschwommen. Aber die haben es in sich. Quasi als Sprintstrecke stehen die 400 Meter Lagen auf dem Programm. Abgerundet werden die Meisterschaften von den Freistilrennen über 800 Meter und über 1500 Meter.
Damit die Schwimmer im Wasser nicht die Orientierung verlieren, wie viel sie von den langen Freistilstrecken schon geschwommen sind, werden ihnen Bahnen-Tafeln ins Wasser gehalten. Sie zeigen an, wie viele der 25-Meter-Bahnen der Kaltenkirchener Holstentherme die Athleten jeweils noch zurückzulegen haben. Und am Anfang des 1500-Meter-Rennens halten die Helfer die Tafeln mit einer motivatorisch echt anspruchsvollen 59 ins Wasser. Bei der ersten Wende haben die Schwimmer also noch 59 Bahnen zu absolvieren.
Trotz der rund 20-minütigen Belastung auf der ganz langen Strecke gilt bei den Schwimmern aber das Lagenrennen als absolute Königsdisziplin. „Das Schwere an dem Rennen ist, dass man sich vor keiner Disziplin im Schwimmsport drücken kann, auch wenn man sie noch so wenig mag“, sagt Nina Siebke von den SG Wasserratten. Ihre unbeliebteste Disziplin ist das Brustschwimmen. Trainer Tim Wackert weiß auch warum. „Brustschwimmen ist eine extrem technische Disziplin, die ganz andere Muskelgruppen fordert, als die drei anderen Schwimmstile Freistil, Rückenschwimmen und Delfinschwimmen“, sagt der Trainer der Wasserratten.
Die Schwimmer gehen auf den langen Strecken voll an ihre Belastungsgrenze. Das war ganz schön hart. Ich bin völlig platt,“ meinte Dana Bielfeldt, die ebenfalls für die Wasserratten schwimmt. Die Elfjährige wurde erstmals für die Wettkämpfe auf der langen Strecke gemeldet. „Also freiwillig mache ich das nicht noch einmal“, sagte die Nachwuchsschwimmerin. Tim Wackert erklärt, warum alle Schwimmer im Laufe ihrer Karriere sich der großen Belastung auf den langen Strecken stellen müssen. „Die Rennen über die langen Strecken sind eine hervorragende allgemeine Formüberprüfung für die Trainer. Sie erhöhen die Grundlagenausdauer“, erklärt Wackert.
Auch wenn die langen Strecken die Schwimmer mächtig fordern, kommt doch manchmal am Ende recht Erfreuliches dabei heraus. Nina Siebke beispielsweise schaffte mit ihren Zeiten von 10:59,75 Minuten über 800 Meter und 19:57,50 Minuten über 1500 Meter die Qualifikationszeiten für die Norddeutschen Meisterschaften. Hinzu kam auch noch der Titel über 400 Meter Lagen. Die 14-Jährige räumte damit alle Meistertitel ab, die es bei diesen Wettkämpfen zu vergeben gab. Ihr gleich machte es Dominik Röhrig. In 5:07,74 Minuten auf der Lagenstrecke, 9:25,21 Minuten über 800 Meter und18:10,52 Minuten über 1500 Meter war der Wasserratten-Schwimmer nicht zu schlagen. (tm)
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