Ein Fisch namens Telse

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Telse Günther schwimmt bei der „Langen Strecke“ Bestzeiten. Beim Wettkampf in Kaltenkirchen setzte sich das Talent aus Henstedt-Ulzburg souverän gegen ihre Mitbewerber durchFoto: Maibom

Henstedt-Ulzburger Schwimmerin sammelt Siegerpokale

Von Thomas Maibom
Norderstedt. Keiner der Starter hat bei den Kreismeisterschaften in der Disziplin „Lange Strecke“ so sehr begeistert wie die Henstedt-Ulzburgerin Telse Günther. Als „Lange Strecke wird das Schwimmen über 400 Meter Lagen, 800 und 1500 Meter Freistil bezeichnet.
Das Nachwuchs-Talent absolvierte die 400 Meter Lagen in 5:49,91 Minuten und die
1500 Meter schaffte sie in 19:19,74 Minuten. Auf der ersten Strecke hatte die Wasserratte fast 30 Sekunden Vorsprung vor der Konkurrenz, auf der zweiten waren es fast eine Minute. Beim 800 Meter, erreichte Telse eine Zeit von 10:22,82 Minuten. Dennoch findet die Schwimmerin, die „Lange Strecke“ ziemlich schwer. „Die Wettbewerbe über 50 bis 200 Meter sind am entspanntesten“, findet die Henstedt-Ulzburgerin. Während Telse Günther bei den Meisterschaften nur die Siegerpokale für die zwei Starts erhielt, durfte sie sich über drei Qualifikations-normen bei die Landesmeisterschaften freuen.
Dabei gibt es über 400 Meter Lagen und 1500 Meter Freistil keine Pflichtzeiten in ihrer Altersklasse. Telse ist 2001 geboren, Pflichtzeiten sind nur bis Jahrgang 2000 ausgeschrieben. Nur über 800 Meter Freistil gibt es in ihrer Altersklasse Pflichtzeiten. Aber selbst hier hat Telse die Norm in der offenen Klasse, in der ohne Rücksicht auf Alter gegeneinander geschwommen und gewertet wird, unterboten.
Für die Titelkämpfe, die am 7. und 8. Dezember in Elmshorn stattfinden werden, hat sich die Henstedt-Ulzburgerin bescheidene Ziele gesetzt. „Ich möchte aufs Treppchen“, sagt die Schleswig-Holsteiner Kaderschwimmerin. Die sind nicht ganz unbegründet. 2012 führte Telse Günther die Landesbestenliste in ihrem Jahrgang auf fünf von sechs Freistilstrecken an. Hinzu kommen fünf Topplatzierungen im Rücken- und Lagenschwimmen.
Solche Leistungen im Schwimmen erfordern auch viel persönlichen Einsatz. Täglich ist Telse zwei bis drei Stunden im Wasser, um zu trainieren.
„Ja, das ist viel Aufwand. Aber ich kriege es mit der Schule auf die Reihe und dann ist das okay“, sagt Telse Günther. Während für sie Olympia ein ferner Traum ist, könnte sich ein anderer Wunsch schneller erfüllen.
„Mal Steffen Deibler treffen, das hätte was“, sagt Telse. Der sechsfache Europameister trainiert in Hamburg am Olympiastützpünkt. Und wenn Telse weiterhin so schnell schwimmt, dann werden sie sich sicher bald bei einer Deutschen Meisterschaft über den Weg laufen.
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