„Flying Kiwis“ siegten bei Beach-Handball

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Die Freunde der Sonne (orangefarbene Trikots) kämpften sich erfolgreich bis zum Finale. Hier beim Match gegen The Lifeguards. Nur die Flying Kiwis waren im Finale stärker und gewannen das MatchFoto: tm

Qualifikationsturnier im Norderstedter Arriba-Bad. Wo Sandmöpse und Planschkühe Tore erzielten

Von Thomas Maibom
Norderstedt. Aus ganz Norddeutschland waren die Teams ins Arriba-Bad gekommen. Traditionell findet in Norderstedt eines der Qualifikationsturniere für die Deutsche Meisterschaft im Beach-Handball statt.
Beim Beachhandball werden nicht die nackten Tore gezählt. Je spektakulärer ein Tor erzielt wird, desto mehr Punkte gibt es. Das was beim „normalen“ Handball in der Halle höchstens bei zehn Toren Vorsprung und nur noch fünf Minuten Spielzeit zu sehen ist, findet beim Beachhandball in jedem Spiel mehrfach statt. Dazu gehören Kempa-Tricks, bei denen der Torschütze in der Luft angespielt wird, um den Ball dann ins Tor zu werfen oder ein 360-er, bei denen der Werfer sich um die eigene Achse dreht, bevor er auf Tor wirft.
Zwei Halbzeiten werden so gespielt. Hat am Ende jedes Team eine Halbzeit gewonnen, entscheidet ein Shootout über den Sieg. Und auch hier gilt: je spektakulärer, desto mehr Punkte.
Norderstedt ist eine phantastische Location, fanden die Spielerinnen von Beach Bunch Berlin. Zeltplatz und Bademöglichkeit sind ganz dicht an den vier Feldern. So war Beach Bunch nah der großen Party dabei. Und die ist bei den Beachhandballern ausgelassen.

Finalisten wurden im K.O.-Modus ermittelt

„Wir waren erst im Bett, als die Vögel schon zu singen begonnen hatten“, erzählt Frank Breier, Spieler bei den Freunden der Sonne. Am Sonntagmorgen bewegte sich demzufolge alles in Zeitlupe. Und auch die Ziele ändern sich. Nach den Vorrundenspielen am Sonnabend wurden die Finalisten nun im K.o.-Modus ermittelt. „Unser heutiges Ziel ist, nach diesem Spiel baden gehen zu dürfen“, meinte eine Spielerin von Buxte Beach vor dem Viertelfinale gegen die Hamburger Perlen. Das glückte dank gutem Spiels.
Man merkt, es läuft viel lockerer ab als in der Halle. Auch die Namen sind deutlich phantasievoller als bei den Heimatclubs. Da spielen Sandmöpse, Planschkühe, Strandperlen, Wesernixen, Strand Pauli 08 oder The Lifeguards. Die Herren des TSV Ellerbek waren gleich mit zwei Teams am Start. Zu Ehren ihrer Trainerin Kathrin Herzberg spielten sie als Kathrins Ersatzbank und Kathrins Krabbelgruppe.
Am Ende hatten die Flying Kiwis die Nase vorn. Das Team mit dem einzigen Lokalmatador, Jens Thöneböhn vom SV Henstedt-Ulzburg, setzte sich glatt im Finale gegen die Freunde der Sonne durch.
Und als wäre das kurzweilige Turnier, dass diesmal bei ausschließlich strahlenden Sonnenschein stattfand, nicht schon abwechslungsreich genug, hatte sich das Orga-Team Mark Blum, Bastian Blietz, Erich Matthiesen und Stephan Finnberg noch ein Highlight ausgedacht.


Fotos mit dem
Champions-League-Pokal

Einen Tag lang war der Champions League-Pokal, den der HSV Hamburg gewonnen hatte, im Arriba-Bad. Über 200 Spieler nutzten diese einmalige Gelegenheit, sich mit der Trophäe, die das beste europäische Handball-Vereinsteams jährlich gewinnt, ablichten zu lassen. Nun liegt es ganz beim HSV Hamburg, ob Blum und Co. diese Aktion nächstes Jahr wiederholen können. Das Turnier selber soll jedenfalls wieder stattfinden.
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