Norderstedter Großstadtartisten

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Das ist Freerunning – einfach frei sein und ein Hindernis überwinden. Hier springt Übungsleiter Felix Oswald über Merlin Györy. Fotos: Maibom.

Parkour-Akrobaten trainieren jetzt beim NSV

Norderstedt. Sie springen über große Kästen und laufen Wände hoch. Es sieht ziemlich eindrucksvoll aus, wenn die Freunde des Parkour/ Freerunning ihren Sport ausüben. Nun wird der kurzweilige Sport auch beim Norderstedter SV angeboten.
Die Bilder sind hat sicher jeder schon mal gesehen. Leute die Treppenhäuser hoch laufen, ohne die Stufen zu nutzen, weil sie nur unter Zuhilfenahme von Geländern und Wänden in den ersten, zweite oder dritten Stock kommen. Eine andere Variante des Parkour ist, von einem Begrenzungspoller zum nächsten zu springen. Beim Norderstedter SV haben die Freerunner und Parkour-Freunde nun eine Heimat gefunden. Wenn das Wetter, wie in diesem Winter schlecht ist, wird in der Halle geübt. Wenn es die Witterung zulässt, geht die Gruppe nach draußen.
Doch was ist Parkour, was Freerunning? Parkour ist eine Sportart, bei welcher man unter Überwindung sämtlicher Hindernisse den kürzesten oder effizientesten Weg zum selbstgewählten Ziel nimmt. Freerunning ist kein Synonym für Parkour, sondern eine eigene Disziplin, deren Techniken sich zum Teil mit denen von Parkour überschneiden.
Der größte Unterschied zeigt sich, in dem von Parkour gesetzten Fokus auf Effizienz, während Freerunning bedeutet, sich zu bewegen zu können, wie man will, in jeder beliebigen Umgebung. Einfach gesagt: Freerunning ist die Showvariante von Parkour.
Die Vorteile dieser, von französischen Soldaten im Indochina-Krieg zum besseren Vorwärtskommen im Dschungel entwickelten Bewegungsform liegen auf der Hand. Es wird die Kreativität gefördert, man lernt ein besseres Körpergefühl, und durch fortwährendes Training sich erst ein mal besser einzuschätzen und seine Grenzen immer weiter hinaus zu schieben. Zudem ist jeder frei in seiner Entscheidung, was und wie intensiv trainiert wird.
Dafür wärmen sich in jeder Trainingseinheit intensiv auf, ein allgemeiner Kräftigungsteil gehört dazu wie auch ein aktives Cool-Down. Zwischendurch werden unter fachkundiger Anleitung entweder neue, coole Sprünge oder immer athletischere Aktionen geübt.
Es ist kurzweilig zu sehen, wenn da im Training in Sekunden die Wände der Moorbekhalle bezwungen werden, um schneller auf die Tribüne zu kommen. Eine besondere Ausrüstung ist dabei nicht nötig. Klar, Sportschuhe sind sinnvoll und bequeme Sportkleidung, die freie Bewegung zulässt. Und dann sollte man noch mittwochs von 16 bis 18 Uhr Zeit haben. Denn dann trainiert die Gruppe. „Wir wollen am liebsten noch eine zweite Gruppe für jüngere Kinder aufmachen“, sagt Steffen Liepold, Geschäftsführer des Norderstedter SV. (tm)
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